Politik

Le Pen: "Frieden zwischen den Völkern ist gestorben"

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:41

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hat Vertreter mehrerer rechtspopulistischer und EU-kritischer Parteien nach Wien eingeladen. In einer gemeinsamen Pressekonferenz bekundeten sie Eintracht, bewiesen aber in ihren Aussagen, dass sie zum Teil konträre Vorstellungen zur Zukunft der EU haben.

FPÖ-Chef hat Vertreter mehrerer rechtspopulistischer und EU-kritischer Parteien nach Wien eingeladen. In einer gemeinsamen Pressekonferenz bekundeten sie Eintracht, bewiesen aber in ihren Aussagen, dass sie zum Teil konträre Vorstellungen zur Zukunft der EU haben.

"Wir sind unterschiedliche Parteien mit zum Teil unterschiedlichen Positionen, haben aber gemeinsame Ziele", sagte FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache bei der Pressekonferenz am Freitagvormittag im FPÖ-Parlamentsklub. An einem Strang ziehen die verschiedenen EU-kritischen Parteien, vom französischen Front National über die deutsche AfD bis zur italienischen Lega Nord, vor allem dabei, die EU als gescheitert zu betrachten.

"Frieden zwischen den Völkern ist gestorben"

"Chaos und Zerstörung" ortete Front-National-Chefin Marine Le Pen allerorts in der EU, die "alle Hoffnungen enttäuscht" habe und beschwor regelrecht apokalyptische Szenarien. "Das Versprechen von Frieden und Freundschaft zwischen den Völkern ist gestorben", so die Front-National-Chefin. Strache bilanzierte sogar: "Die EU-Politik grenzt an Suizid - und bei einem Suizid darf man nicht zuschauen, sonst macht man sich mitschuldig".

Ideologische Differenzen

So einig wie bei den Maßnahmen (Volksabstimmungen und mehr direkte Demokratie) zeigten sich die Vertreter der unterschiedlichen Parteien in Hinblick auf ihre Vorstellungen zur EU nicht. Während Strache sich ein "föderales System" mit mehr Kompetenzen für die Mitgliedsstaaten wünschte, erklärte Le Pen gerade das "föderale Europa" zu einem "Traum", in dem das EU-Establishment verharre.

Auch der EU-Abgeordnete der deutschen AfD, Marcus Pretzell ließ in Hinblick auf die bevorstehende "Brexit"-Abstimmung in Großbritannien den Wunsch eines EU-Austritts durchscheinen.

Hier gibt es die Pressekonferenz zum Nachschauen:

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