Leben wie Han Solo im Millennium Falcon

Ein Haus, das so aussieht wie das legendäre Raumschiff Millenium Falcon, sollte für 15 Millionen Dollar den Besitzer wechseln. Das war zu teuer.

Mitten im australischen Busch, umgeben von Urwald, steht ein einzigartiges Haus: Die Villa erinnert den Betrachter in Form und Farbe an den Millennium Falcon, das legendäre Raumschiff von Han Solo aus "Star Wars".

Keine Absicht

Geplant war das nicht: Gebaut wurde das Haus von Rod Perry, einem pensionierten Briefmarkenhändler aus Queensland. Er baute das Haus ursprünglich als Wochenendresidenz, fand dann aber so viel gefallen daran, dass er mit der Familie in den Urwald zog.

"Mir ist nie aufgefallen, dass es aussieht wie ein Raumschiff. Ein Bekannter hat mich eines Tages darauf aufmerksam gemacht, jetzt kann ich es gar nicht mehr anders sehen", sagt der 68-jährige Besitzer. Das spezielle Äussere schlug sich 2015 auf den Kaufpreis nieder: Ein "Star Wars"-Fan müsste für die 600-Quadratmeter-Villa tief in die Taschen greifen.

15 Millionen für eine Villa mit Architektur-Award

15 Millionen Dollar soll die Villa kosten. Dafür bekommen Sie aber auch einiges geboten: Das Haus hat vier Schlafzimmer und gewann 2014 den Queensland Architecture Award. Es wurde so gebaut, dass die Villa das feuchte Klima in Australien nicht nur gut verkraftet, sondern auch die Bewohner schützt.

"In Asien, in feuchten Gebieten, wird ähnlich gebaut. Es hilft sehr, im Haus ist es immer angenehm kühl und trocken", sagt Rod Perry. Es besteht aus Beton, Stahl und Glas und befindet sich 11 Meter über dem umliegenden Wasser. Perrys Stil ist das nicht. "Ich bin Historiker und lebe eher im 18. als im 21. Jahrhundert. Aber meine Partnerin steht auf Feng Shui, das wurde beim Bau berücksichtigt", sagt der Rentner.

Umgeben von Urwald

Die Villa steht mitten im Australischen Busch. Zum Grundstück gehören auch noch 584 Meter Privatstrand. Aber wie kam es zur ausgefallenen Form? "Wir haben dem Architekten sehr vertraut und eigentlich freie Hand gelassen. Wir waren zwar von Anfang an involviert, aber ich habe immer auf die Vision von Charles Wright, dem Architekten, vertraut", sagt Perry.

"Er ist ein Genie! Wir wollten nur eine Veranda über dem See. Jetzt haben wir eine Outdoor-Küche, von der aus wir den Regenwald sehen. Es ist wundervoll", so Perry weiter. Trotzdem zieht Perry zurück in die Stadt: "Meine Frau vermisst das Leben in der Stadt und ich fühle mich in meinem Alter auch nicht mehr so wohl in dieser Abgeschiedenheit – deswegen verkaufen wir."

Zu teuer, zu schräg

Nachdem die Perrys allerdings ein Jahr lang keinen Käufer gefunden hatten, wurde der Preis für die Villa und das 40-Hektaren-Grundstück auf 8 Millionen gesenkt – immer noch erfolglos. Das Haus ist zu abgelegen, zu außergewöhnlich und schlicht zu teuer. Kurz vor einer Auktion ohne Startgebot verkauften die Perrys ihre Villa zu einem unbekannten Preis. Der neue Besitzer möchte nicht mit den Medien sprechen. (Red)

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