Politik

Leere Regale – was Krisen-Experte jetzt empfiehlt

Kritische Infrastruktur ist von Omikron massiv bedroht: Leere Regale, eingeschränkte Dienstleistungen, gesperrte lebensnotwendige Versorgung drohen.
Rene Findenig
21.12.2021, 23:14

Man habe in der Pandemie so gut wie nichts gelernt, kritisiert Herbert Saurugg, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Krisenvorsorge, die derzeitige Virus-Situation in Österreich. Geht es nach dem Experten, könnte uns das nun auf den Kopf fallen: "Wir stehen vor einer möglichen Versorgungskrise und die Bevölkerung kann sich nur wenige Tage selbst versorgen", sagt er ebenfalls im "Standard". Das Problem: Omikron. Die Variante werde für massive Krankenstände und Ausfälle sorgen.

Besonders bedrohlich: Reihenweise könnten Beschäftigte von Energieversorgern oder Mitarbeiter des lebensnotwenigen Handels ausfallen – entweder krank oder in Quarantäne. Zwar könnten in vielen Bereichen Soldaten einspringen, so Saurugg, wenn aber Kassierer und Kassiererinnen von Supermärkten ausfallen würden, "kann niemand mehr einkaufen, da kann man nicht einfach überall einen Soldaten hinsetzen", heißt es im Bericht. Österreicher hätten zudem wenig Vorräte daheim.

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"Wenn die Situation so weitergeht, wird an einem Lockdown am Anfang des Jahres kein Weg vorbeiführen"

Man sei nun aber an einem Punkt, indem Hamsterkäufe keinen Sinn mehr machen würden, denn dann bliebe anderen Kunden nicht einmal mehr etwas für den täglichen Bedarf, so der Krisenexperte. Er empfiehlt im "Standard", sich zum Feiertagseinkauf ein "paar Kisten Mineralwasser" und "auch ein paar Dauerkonserven" mitzunehmen. Damit würden sich als "Ergänzung der Notvorräte" die Versorgungsengpässe im Jänner besser überstehen lassen.

Die Politik müsse baldigst reagieren, so Saurugg, damit es nicht im Jänner ganz dick komme. Demnächst soll es dazu auch eine Einschätzung vom eiligst einberufenen Krisenstab "GECKO" geben. GECKO-Mitglied und Bioethikerin Christiane Druml bezeichnete die derzeitige Pandemie-Lage im Land bereits als "katastrophal": "Wenn die Situation so weitergeht, wird an einem Lockdown am Anfang des Jahres kein Weg vorbeiführen."

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