Forderung von Gala-Boss: Kommt Demir dem ÖFB abhanden?

Yusuf Demir zählt bei Galatasaray derzeit zu den Legionären.
Yusuf Demir zählt bei Galatasaray derzeit zu den Legionären.IMAGO Images
Yusuf Demir ist bei Galatasaray einer von 16 Legionären. Aufgrund der Legionärsbeschränkung soll der 19-Jährige den türkischen Pass annehmen.

Nach seinem überraschenden Rapid-Abgang zum türkischen Top-Klub Galatasaray Istanbul ist ÖFB-Juwel Yusuf Demir derzeit zurück in Österreich. Gemeinsam mit dem U-21-Nationalteam bereitet sich der 19-Jährige derzeit auf das Ländermatch gegen Montenegro vor (Freitag, 20:30 Uhr).

In der Türkei ist während seiner Abwesenheit eine hitzige Debatte über Demirs Legionärsstatus entbrannt. Galatasaray-Präsident Dursun Özbek sorgt mit Aussagen über den Ex-Rapid-Star für Aufsehen. "Er ist ein junger Profi, der dem türkischen Sport und dem türkischen Fußball sehr viel geben wird. Wir werden unser Bestes geben, um ihn für die türkische Nationalmannschaft zu gewinnen", erklärt der 73-Jährige.

Nimmt Demir türkische Staatsbürgerschaft an?

Ein Wechsel vom ÖFB ins türkische Nationalteam ist laut FIFA-Statuten nicht mehr möglich. Unter Ex-Teamchef Franco Foda durfte Demir im März 2021 für das österreichische Nationalteam debütieren. Seither lief er in vier Spielen mit dem rot-weiß-roten Trikot auf, ein Einsatz für die Türkei ist somit ausgeschlossen. Außerdem durchlief der ehemalige Barcelona-Akteur ab der U15 sämtliche ÖFB-Nachwuchsmannschaften.

Mit der Hoffnung auf einen möglichen Nationenwechsel des Rechtsaußen hofft Özbek künftig die 8+3-Regel umgehen zu können. In der türkischen Süper-League dürfen pro Mannschaft maximal acht Legionäre gleichzeitig auf dem Spielfeld stehen. Diese Regel stellt Galatasaray mit einer Anzahl von 16 Legionären im Kader vor Probleme.

Unter diesen Legionären befinden sich Starspieler wie Fernando Muslera, Lucas Torreira, Juan Mata, Mauro Icardi und Dries Mertens. Keiner der Starspieler würde sich mit einem Platz auf der Tribüne begnügen.

Deshalb will der türkische Top-Klub eine Sonderregelung für Demir erreichen. Der vierfache österreichische Teamspieler soll künftig als Türke anerkannt werden. "Wir befinden uns im Austausch darüber, dass er unter türkischem Status spielt", erklärt der Präsident. Auch Trainer Okan Buruk zeigt sich hoffnungsvoll zeitnah eine Lösung zu finden.

Verband weißt Gala-Forderung zurück

Der Präsident des türkischen Verbands weist die Forderung zurück. "Diese Regelung wurde im Jahr 2015 eingeführt. Galatasaray wusste das, als sie diesen Spieler gekauft haben. Ich kann es nur noch einmal wiederholen, dass dies keine aktuelle Entscheidung unsererseits ist, sondern eine Regelung, die seit sieben Jahren existiert", erklärt Mehmet Büyükeksi.

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