Lehrer-Gewerkschaft überlegt Streik im Herbst

Christliche Lehrergewerkschaft kann sich Protestmaßnahmen vorstellen
Christliche Lehrergewerkschaft kann sich Protestmaßnahmen vorstellenBild: picturedesk.com

Die Bildungsreform ist nach einer Einigung von SPÖ-ÖVP-Grünen zwar auf Schiene. Doch nun überlegt die mächtige Lehrer-Gewerkschaft Protest-Maßnahmen.

Am Donnerstag wird es eine Sitzung aller Lehrergewerkschaften geben, in der auch darüber beraten werde, "ob es zu Protest-Maßnahmen kommen kann", erklärte der Vorsitzende der AHS-Lehrergewerkschaft, Herbert Weiß, im Ö1-Morgenjournal. Der Christliche Gewerkschafter bewertet die Bildungsreform als "Rückschritt gegenüber dem alten System". Er bezieht sich dabei vor allem auf die Modellregionen zur Gesamtschule.

Laut Reformpaket können nun bundesweit 15 Prozent der Schulen in sogenannte Modellregionen umgewandelt werden, in denen Gesamtschulen entstehen. Zu diesen Schulversuchen bedarf es aber der Zustimmung von Lehrern und Eltern.

Warnung vor größeren Klassen

In Ö1 warnte Weiß außerdem vor dem Entstehen größerer Klassen-Verbände. Auch wenn nun eine durchschnittliche Klassengröße pro Bundesland mit maximal 25 Schülern festgeschrieben werde – und zwar im Verfassungsrang –, gebe es die Gefahr, dass Klassen größer würden.

Am Donnerstag wird die Gewerkschaftssitzung stattfinden. Weiß schloss auch einen Lehrer-Streik im September nicht aus – den könne er sich "durchaus vorstellen". (uha)

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