Die Amerikanerin Victoria Essie Baumann hat zusammen mit ihrem Vater einen erfolgreichen Onlineshop für Fidget-Clicker aus dem 3D-Drucker aufgebaut. Die winzigen Spielzeuge lassen sich mit einem Fingerdruck bedienen und geben ein Klickgeräusch von sich. Sie dienen vielen Menschen als kleine Hilfe, um sich zu konzentrieren, Stress abzubauen oder einfach die Hände zu beschäftigen.
Mit ihrem Familienunternehmen setzte die 32-Jährige allein im Jahr 2025 rund 428.000 US-Dollar um – umgerechnet etwa 368.000 Euro. Für die ehemalige Lehrerin, die ursprünglich nur etwas dazuverdienen wollte, ist das ein bemerkenswerter Erfolg.
Wie "Chip" unter Berufung auf den US-Sender CNBC berichtet, betreibt Baumann inzwischen 30 3D-Drucker. Pro Monat verschickt sie im Schnitt rund 1.500 Bestellungen mit den bunten Clickern. "Ein Vorteil der Arbeit in der Familie ist, dass wir merken, wenn der andere etwas hinterherhinkt oder die Energie nachlässt, und wir uns gegenseitig unterstützen", sagt Baumann gegenüber CNBC.
Baumanns bunte Fidget-Clicker sind längst kein Nischenprodukt mehr. Der Markt für sensorische Spielzeuge wird laut dem Marktforschungs- und Beratungsportal Fortune Business Insights im Jahr 2025 auf rund 9,01 Milliarden US-Dollar (7,7 Milliarden Euro) geschätzt. Für 2026 wird ein weiteres Wachstum auf etwa 9,57 Milliarden US-Dollar erwartet.
Der Boom zeigt, dass Menschen in einer Zeit von sinkenden Aufmerksamkeitsspannen und Reizüberflutung nach Hilfsmitteln suchen, um sich besser konzentrieren zu können. Besonders junge Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren entdecken die Fokus-Spielzeuge gerade für sich.
Zu den bekanntesten US-Anbietern im Segment der Stress- und Fidget-Toys gehört Schylling Toys mit der Marke NeeDoh. Die viralen Squishy-Spielzeuge zum Drücken haben sich auch dank sozialer Medien wie TikTok zu einem globalen Trend entwickelt.
Der Erfolg von Victoria Baumann zeigt, dass sich mit der richtigen Idee und etwas Familienunterstützung auch als Quereinsteigerin ein profitables Geschäft aufbauen lässt.