Betrugsvorwurf

16 Jahre im Krankenstand – Razzia bei Lehrerin

Eine Berufsschullehrerin aus Nordrhein-Westfalen steht im Verdacht, jahrelang Dienstunfähigkeit vorgetäuscht zu haben.
Newsdesk Heute
27.03.2026, 22:18
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Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen eine Berufsschullehrerin aus Nordrhein-Westfalen. Sie soll jahrelang vorgetäuscht haben, dienstunfähig zu sein, und trotzdem weiter ihr Gehalt kassiert haben. Der Verdacht: gewerbsmäßiger Betrug. Das hat die Anklagebehörde in Duisburg am Freitag bekanntgegeben.

Am Dienstag wurde bei der Verdächtigen eine Hausdurchsuchung durchgeführt. Dabei wurden "beweiserhebliche Unterlagen und elektronische Datenträger" sichergestellt.

Laut Staatsanwaltschaft hat die Frau dem Land als Dienstgeber absichtlich falsch mitgeteilt, dass sie wegen einer Erkrankung nicht arbeiten könne. Gleichzeitig soll sie aber als Heilpraktikerin tätig gewesen sein. Für die Ermittler ist vor allem ein Zeitraum von vier Jahren strafrechtlich relevant. Medien hatten schon früher berichtet, dass die Lehrerin insgesamt sogar 16 Jahre lang krankgemeldet gewesen sein soll.

Über den Fall wurde bereits im Vorjahr ausführlich berichtet. Damals lief auch schon ein Disziplinarverfahren. Die Staatsanwaltschaft hat eigenen Angaben zufolge aufgrund der Medienberichte Ermittlungen aufgenommen. Dabei wurde unter anderem ein amtsärztliches Gutachten der Bezirksregierung Düsseldorf ausgewertet. Die Lehrerin war an einem Berufskolleg in Wesel beschäftigt. Die Auswertung der beschlagnahmten Unterlagen dauert laut Staatsanwaltschaft noch an.

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