Lehrervertreter fordern vier Wochen harten Lockdown

Eine Lehrervertretung ruft überraschend nach einem harten Lockdown.
Eine Lehrervertretung ruft überraschend nach einem harten Lockdown.Patrick Pleul / dpa / picturedesk.com
"Kindergarten und Schule werden auch nach Ostern nicht normal möglich sein", sagt die Lehrervertretung ÖLI-UG. Deshalb ruft sie nach hartem Lockdown.

"Wir müssen die Kinder schützen!", sagt die ÖLI-UG in einer Aussendung. Zwar würde versucht, Kinder gegen Bildungsdefizite und psychischen sowie sozialen Schäden zu schützen, nicht ausreichend aber gegen das Coronavirus selbst. "Kinder haben in nächster Zeit keine Chance auf eine Impfung, aber durchaus auch schwere Verläufe sowie Longcovidfolgen", so die unabhängige Lehrervertretung. Beobachtbar sei aber ein starker Anstieg der Infektionszahlen seit dem Ferienende bei den Schülern.

Und das, obwohl mit "Nasenbohrer"-Tests, Maskenpflicht und halbierten Klassen gearbeitet werde, so die Vertretung. Ein Aufweichen der Maßnahmen werde nicht möglich sein, "wenn man ein Durchseuchen der Kinder und Jugendlichen verhindern will", so die ÖLI-UG. "Besonders bei Kindern und Jugendlichen steigen die Fallzahlen. Sie haben die höchsten Ansteckungsraten. Dies könnte mit der stärkeren Verbreitung der britischen Variante zu tun haben", so Bundeskoordinator und GÖD-Vorstandsmitglied Gary Fuchsbauer.

"Nur durch einen echt harten 3- bis 4-wöchigen Lockdown möglich"

ÖLI-UG weist darauf hin, dass der Anstieg der Fallzahlen bei den 5- bis 14-Jährigen sehr stark mit dem der 35- bis 44-Jährigen korreliere. "Die Elterngeneration ist also mitbetroffen. Es gibt Hinweise, dass die 5- bis 14-Jährigen SARS-CoV-2 an ihre Eltern weitergeben könnten", sagt Hannes Grünbichler von der ÖLI-UG. Schüler könnten sich dabei in den Schulen anstecken und das Virus in die Haushalte tragen, heißt es: "ÖLI-UG ist sich sicher, dass die Maßnahmen an den Schulen über Ostern hinaus beibehalten und wahrscheinlich nachgeschärft werden müssen, auch wenn die Lehrerinnen und Lehrer dann bereits geimpft sind."

Keinesfalls dürfe man das Virus "in den Kindergärten und Schulen einfach wüten lassen. Schließlich leiden rund 10 Prozent aller mit dem SARS-CoV-2 Infizierten an 'Long Covid'-Symptomen und das ist nicht nichts", so Grünbichler. Kindergarten und Schule würden also "nur dann wieder relativ normal ablaufen können, wenn es uns gelingt, die Infektionszahlen deutlich zu drücken. Dies scheint aber nur durch einen echt harten 3- bis 4-wöchigen Lockdown möglich. Wir wünschen uns ein bisschen mehr NoCovid - gerade für die Gesundheit der 'Kleinen' sollten wir das machen."

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