Am Samstag kurz vor 11.20 Uhr haben Rettungskräfte die Leiche des verunglückten Höhlentauchers in der Höhle nahe der Quelle des Flusses Brenno geborgen. Das teilt die Tessiner Kantonspolizei teilt.
Der Mann befand sich in einer Tiefe von über 40 Metern und etwa 200 Meter vom Eingang entfernt. Laut Behörden handelt es sich beim Opfer um einen 56-jährigen Schweizer mit Wohnsitz im Kanton Luzern.
Der Zugang zur Höhle bleibt aus ermittlungstechnischen Gründen gesperrt.
Der Höhlentaucher war vergangenen Samstag von seinem Tauchgang nicht zurückgekehrt. Der Mann hatte sich am späten Vormittag in die Höhle bei der Quelle des Flusses Brenno begeben und war anschließend nicht wieder aufgetaucht.
Laut Recherchen von "20 Minuten" war der verunglückte Höhlentaucher nicht zum ersten Mal in der sogenannten "Pertüs" unterwegs. Er galt als erfahrener Taucher.
Das Einzigartige an der Tessiner Höhle ist im Vergleich zu anderen Schweizer Höhlen nicht ihre Tiefe, sondern dass sie "sehr, sehr eng" ist. Dies erklärte ein Schweizer Profi-Höhlentaucher gegenüber 20 Minuten, der anonym bleiben möchte. "Aus diesem Grund muss man fast alleine hineingehen", erklärt er. Oft sei es sogar sicherer bei solchen Explorer-Tauchgängen alleine zu sein, da der Partner oder die Partnerin einen so nicht in Gefahr bringen könne.
Über den verstorbenen Taucher sagt er: "Er war keiner, der große Risiken einging. Er war ein pflichtbewusster und seriöser Taucher und kein Draufgänger." Über den Unfallhergang ist zurzeit noch nichts bekannt, der Bekannnte kann nur spekulieren. "So viel ich weiß, war er bereits auf dem Rückweg, vielleicht war es ein medizinisches Problem."