In der neuesten Corona-Prognose erwarten die Experten einen weiteren, leichten Rückgang bei den Infektionszahlen. Innerhalb der Schwankungsbreite sind aber auch leichte Anstiege möglich.
"Die Fallentwicklung ist gegenwärtig von zwei diametralen Dynamiken geprägt. Aktuell wirken saisonale Effekte dämpfend auf das Infektionsgeschehen. Möglicherweise waren die überdurchschnittlich warmen Temperaturen im Mai mit ausschlaggebend für den jüngsten Rückgang. Auf der anderen Seite wirkt die Abnahme des durch Impfung bzw. Genesung erworbenen Immunschutzes infektionstreibend. Mittelfristig ist davon auszugehen, dass der zweite Effekt dominiert", heißt es in dem Dokument.
In den meisten Bundesländern ist die prognostizierte Stagnation eingetreten, in den östlichen Bundesländern waren hingegen substantielle Rückgänge zu beobachten.
"Die gegenwärtige Prognose geht von einem weiteren, geringfügigen Abwärtstrend aus. Im Prognoseintervall sind sowohl leichte Anstiege wie auch leichte Rückgänge möglich. Weiterhin ist mit einem leicht abnehmenden Spitalsbelag zu rechnen", heißt es weiter.
Für kommende Woche erwarten die Fachleute eine 7-Tages-Inzidenz im Bereich von 230 bis 380 Fällen je 100.000 Einwohner. Die geringste Inzidenz wird in der Steiermark (200-330) und die höchste Inzidenz im Burgenland (290-470) prognostiziert. Derzeit liegt die 7-Tages-Inzidenz österreichweit bei 309,5. Die Virusvarianten BA.4/BA.5 sowie BA.2.12. wurden in Österreich nach wie vor erst in geringem Ausmaß detektiert.