Er war in Behandlung

Todes-Lenker (33) von Leipzig war polizeibekannt

Der mutmaßliche Amokfahrer von Leipzig war bereits polizeibekannt und befand sich bis kurz vor der Tat in psychiatrischer Behandlung.
Newsdesk Heute
05.05.2026, 16:31
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Der mutmaßliche Amokfahrer von Leipzig war schon vor der Tat bei der Polizei bekannt. "Der Tatverdächtige ist im Jahr 2026 bereits polizeilich wegen Bedrohung sowie ehrverletzender Delikte im sozialen Umfeld in Erscheinung getreten", gaben Polizei und Staatsanwaltschaft in Leipzig am Dienstag bekannt.

Am 17. April gab es in diesem Zusammenhang einen Polizeieinsatz, nachdem der 33-Jährige selbst angerufen hatte. Danach wurde der Mann wegen seines psychischen Zustands mit seiner Zustimmung in ein psychiatrisches Krankenhaus gebracht und dort bis Mittwoch vergangener Woche behandelt.

Keine strafrechtlichen Verurteilungen

Laut Ermittlern gibt es im Bundeszentralregister für den Beschuldigten keine Einträge. In dieses Register kommen nur strafgerichtliche Verurteilungen, bestimmte Entscheidungen von Behörden oder Vermerke über Schuldunfähigkeit. "Sonstige Ermittlungs- und Strafverfahren sind gegen den Beschuldigten bei der Staatsanwaltschaft derzeit nicht anhängig", erklärten Polizei und Justizbehörde weiter.

Schon davor hatte das sächsische Sozialministerium bestätigt, dass sich der 33-Jährige bis Ende April freiwillig in einer psychiatrischen Klinik aufgehalten und diese dann auf eigenen Wunsch verlassen hat. Es "lagen keine medizinischen Gründe vor, den Patienten, der sich freiwillig in der Klinik aufhielt, am Verlassen der Klinik zu hindern und damit gegen seinen Willen festzuhalten", hieß es.

Der in Leipzig lebende Mann ist am Montagnachmittag mit dem Auto durch eine belebte Fußgängerzone in der Innenstadt von Leipzig gerast. Dabei hat er mehrere Menschen erfasst. Eine 63-jährige Frau und ein 77-jähriger Mann sind dabei ums Leben gekommen.

6 Menschen verletzt

Polizei und Staatsanwaltschaft haben jetzt erstmals eine genaue Zahl der Verletzten genannt. Insgesamt wurden sechs weitere Menschen im Alter von 21 bis 87 Jahren verletzt, zwei davon schwer – ein 75-jähriger Mann und eine 84-jährige Frau. Zusätzlich wurden mehr als 80 Menschen nach dem schrecklichen Erlebnis betreut. Laut Leipzigs Bürgermeister Burkhard Jung (SPD) schwebt keiner der Verletzten mehr in Lebensgefahr.

Der mutmaßliche Täter wurde direkt nach der Amokfahrt festgenommen und sollte am Dienstag einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Gegen ihn wird wegen zweifachen Mordes und mehrfachen Mordversuchs ermittelt.

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