33-jähriger Deutscher in Haft

Stunden vor Amokfahrt warf Psychiatrie Jeffrey K. raus

Ein 33-jähriger Deutscher raste mit seinem Auto in eine Fußgängerzone in Leipzig und tötete zwei Menschen. Kurz zuvor saß er noch in der Psychiatrie.
Newsdesk Heute
05.05.2026, 11:19
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Schreckliche Szenen haben sich am Montag in der Leipziger Innenstadt abgespielt: Bei einer Amokfahrt kamen eine 63-jährige Frau und ein 77-jähriger Mann ums Leben. Drei weitere Menschen wurden schwer verletzt, insgesamt sind rund 80 Personen betroffen.

Der Tatverdächtige fuhr am frühen Abend mit einem weißen VW Taigo vom Augustusplatz kommend über den Marktplatz und erfasste dabei mehrere Menschen. Augenzeugen berichten, er sei mit mindestens 50 km/h, teils mit bis zu 80 km/h unterwegs gewesen.

Zwei Menschen starben, drei weitere wurden schwer verletzt, insgesamt sind rund 80 Personen betroffen.
REUTERS

Wie die "Bild" berichtet, handelt es sich beim Verdächtigen um den 33-jährigen deutschen Staatsbürger Jeffrey K. aus der Region Leipzig. Er wurde noch im Fahrzeug festgenommen und ließ sich widerstandslos abführen. Der Mann war bereits polizeibekannt.

Ermittler gehen von einer Amoktat aus

Brisant: K. soll zuvor in einer Psychiatrie untergebracht gewesen sein – flog dort allerdings am Sonntag raus, weil er laut Bericht anderen Patienten gegenüber ein aggressives Verhalten an den Tag gelegt habe.

Die Ermittler gehen nach bisherigen Erkenntnissen nicht von einem religiös oder politisch motivierten Terroranschlag aus. Leipzigs Leitende Oberstaatsanwältin Claudia Laube bekräftigte, man gehe von einer Amoktat aus.

"Das erschüttert mich zutiefst"

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) zeigte sich erschüttert: "Das erschüttert mich zutiefst. Ich bin in Gedanken bei den Opfern und ihren Familien." Er kündigte an, alles daranzusetzen, die Tat schnell und vollständig aufzuklären.

Oberbürgermeister Burkhard Jung und Innenminister Armin Schuster bedankten sich bei den Menschen, die vor Ort schnell und umsichtig geholfen hätten. Passanten hätten schnelle Hilfe geleistet und Wasser gereicht. Ein Kriseninterventionsteam bot Betroffenen Hilfe an.

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