Die Staatsanwaltschaft hat erschreckende Details über die Motivation des mutmaßlichen Brandstifters von Pacific Palisades veröffentlicht. Jonathan R. soll demnach einen tiefen Groll gegen wohlhabende Menschen gehegt haben.
Der mutmaßlich von ihm gelegte Brand am 7. Jänner 2025 wütete drei Wochen lang in den wohlhabenden Vierteln im Westen von Los Angeles. 95 Quadratkilometer Wald, Wiesen und Siedlungsgebiete brannten ab, darunter 6.837 Gebäude – 12 Menschen kamen ums Leben. Viele Promis verloren dabei ihre Häuser. Zur selben Zeit wüteten in der Stadt auch andere tödliche Feuer, mit denen R. jedoch nicht in Verbindung gebracht wird.
Zwei Wochen vor der Tat tauchten in seinem Internet-Suchverlauf Anfragen wie "lasst uns alle Milliardäre stürzen" auf. Der Angeklagte soll zudem Luigi Mangione bewundert haben, dem vorgeworfen wird, im Dezember 2024 einen Versicherungschef in New York erschossen zu haben.
Fahrgäste des Angeklagten vom Silvesterabend 2024 beschrieben ihn als "wütend" und "intensiv". Er sei "unberechenbar" gefahren und habe darüber geschimpft, dass er "stinksauer auf die Welt" sei.
Bei einem Verhör wurde R. gefragt, warum jemand Brandstiftung in Pacific Palisades begehen könnte. Seine Antwort: Ein Brandstifter könnte von Groll gegen Reiche motiviert sein, da "wir im Grunde von ihnen versklavt werden".
Der 29-Jährige muss sich ab dem 8. Juni vor Gericht verantworten. Er arbeitete zum Tatzeitpunkt als Uber-Fahrer und soll das Feuer in der Silvesternacht kurz nach Mitternacht an einem Wanderweg gelegt haben - kurz nachdem er Gäste in Pacific Palisades abgesetzt hatte.
Das zunächst eingedämmte Feuer glomm am Boden weiter und wurde durch starken Wind eine Woche später wieder angefacht. Es breitete sich bis nach Malibu aus. Zwölf Menschen kamen ums Leben, Tausende Häuser wurden zerstört.
Insgesamt wüteten im Januar 2025 mehrere verheerende Brände im Großraum Los Angeles. 31 Menschen starben, mehr als 160.000 Gebäude wurden zerstört. R. weist alle Vorwürfe zurück.