Ein verheerender Waldbrand sorgt derzeit im Lesachtal für einen Großeinsatz. Im Bereich Promeggen, östlich von Maria Luggau, haben sich die Flammen bereits auf rund acht Hektar Wald – circa 11 bis 12 Fußballfelder – ausgebreitet. Die Kombination aus extremer Trockenheit und steilem Gelände macht den Einsatz besonders schwierig.
In der Nacht mussten die Feuerwehrkräfte ihren Kampf gegen das Feuer vorübergehend einstellen. Das Gelände ist so unwegsam, dass ein sicheres Vorgehen im Dunkeln nicht möglich war. "Zu gefährlich für unsere Leute", erklärt Bezirksfeuerwehrkommandant-Stellvertreter Gerd Guggenberger die dramatische Lage gegenüber der "Kronen Zeitung".
Bereits am Donnerstagabend heulten die Sirenen im Lesachtal, im oberen Gailtal und auch im benachbarten Osttirol. Doch die Situation bleibt angespannt: Die anhaltende Dürre lässt die Flammen immer wieder aufflammen, eine Eindämmung gestaltet sich schwierig.
Zusätzlich kämpfen die Einsatzkräfte mit einem massiven Problem: Es fehlt an Löschwasser. In aufwendiger Arbeit wurde eine rund vier Kilometer lange Leitung den Berg hinauf verlegt. Parallel dazu sind mehrere Tanklöschfahrzeuge im Dauereinsatz und bringen Wasser im Pendelverkehr zur Brandstelle.
Mit Tagesanbruch wurde der Einsatz wieder intensiviert. Während die Kräfte am Boden gegen die Flammen ankämpfen, unterstützen auch zwei Hubschrauber aus der Luft die Löscharbeiten. Sie versuchen, den Brand von oben einzudämmen.