Was als harmloser Spaß begann, endete in einem ungewöhnlichen Einsatz für die Feuerwehr. In der deutschen Gemeinde Rheurdt (Nordrhein-Westfalen) zog sich ein drei Jahre altes Mädchen am Samstag beim Spielen einen losen Toilettensitz über den Kopf – und kam plötzlich nicht mehr heraus.
Die Familie versuchte zunächst selbst, das Kind zu befreien, jedoch ohne Erfolg. Kurz vor 18 Uhr wurde schließlich der Notruf gewählt. Wenig später standen die Einsatzkräfte im Ortsteil Schaephuysen in der Wohnung.
Für die Feuerwehr war die Alarmierung alles andere als alltäglich. Vor Ort zeigte sich das Mädchen zunächst aufgeregt, beruhigte sich aber rasch. Die Einsatzkräfte gingen besonders behutsam vor: Mit einem Teddy und ruhigen Worten lenkten sie das Kind ab, während zwei Feuerwehrmänner den Plastiksitz vorsichtig mit Werkzeug aufschnitten.
Zum Schutz wurden Gesicht und Hals des Mädchens mit einer Decke abgedeckt. Nach wenigen Minuten war es geschafft – das Kind konnte unverletzt befreit werden. Auch der Rettungsdienst gab nach einer kurzen Untersuchung Entwarnung.
Der Einsatz dauerte rund eine halbe Stunde. Insgesamt standen etwa zehn Kräfte im Einsatz. Am Ende durfte das Mädchen sogar noch das Feuerwehrauto anschauen und den Feuerwehr-Teddy als Andenken behalten.