Unfall-Lenker rief Mutter an, fiel dann in Ohnmacht

Die Hausbewohner holten den schwer verletzten Lenker aus dem völlig demolierten Auto und leisteten sofort Erste Hilfe.
Die Hausbewohner holten den schwer verletzten Lenker aus dem völlig demolierten Auto und leisteten sofort Erste Hilfe.FF Neukirchen an der Vöckla
Im Bezirk Vöcklabruck krachte ein 23-jähriger Lenker in der Nacht auf Sonntag mit seinem Auto in ein Haus. Der Bursch landete samt Pkw im Wohnzimmer.

Ein 23-jähriger aus dem Bezirk Vöcklabruck fuhr Sonntag gegen 1 Uhr früh mit seinem Pkw auf der Riegler Landesstraße Richtung Puchkirchen am Trattberg. Im Gemeindegebiet von Neukirchen an der Vöckla (Bez. Vöcklabruck) verlor er plötzlich die Kontrolle über sein Fahrzeug.

Der Lenker kam von der Straße ab, fuhr erst 120 Meter geradeaus über eine Wiese und dann frontal auf ein Wohnhaus zu. Der Pkw prallte gegen die Außenwand des Einfamilienhauses, durchstieß die Wand im Bereich des Wohnzimmerfensters im Erdgeschoß und kam schließlich zum Stehen. 

Einsatzleiter und Kommandant der FF Ackersberg, Franz Heindl, war einer der ersten vor Ort: "Der Lenker hat die Hauswand und auch eine Mittelwand im Haus drinnen durchbrochen. Es war viel Glück im Spiel. Der Fahrer und auch die Hausbewohner hatten viele Schutzengel. Zum Unfallzeitpunkt hat sich zum Glück keiner der Bewohner im Wohnzimmer aufgehalten. Als wir vor Ort eingetroffen waren, ist das Auto mitten im Wohnzimmer gestanden. Die Rettung war schon vor Ort, hat den Unfall-Lenker erstversorgt und dann ins Spital gebracht, der Lenker war ansprechbar", so Einsatzleiter Franz Heindl, der Komandant der FF Ackersberg.

Hausbewohner befreite Lenker aus Auto

Heindl weiter: "Wir haben versucht die Autobatterie zu finden, es war ziemlich schwer, weil das Auto auf beiden Seiten relativ stark verkeilt war, und haben gleich einen Brandschutz aufgebaut, mit der Seilwinde haben wir dann das Auto dann gleich aus dem Gebäude gezogen".

Drei örtliche Feuerwehren waren mit rund 17 Mann fast zwei Stunden im Einsatz.

Die Hausbewohner - ein Ehepaar mit Kindern - standen Stunden nach dem Unfall immer noch schwer unter Schock. Markus S., der Bruder des Hausbesitzers, schilderte  stellvertretend das Schock-Erlebnis.

So erlebte Hausbesitzer den Schock-Moment

"Mein Bruder wollte in der Nacht vom Klo wieder zurück ins Schlafzimmer, als es auf einmal einen Tuscher gemacht hat. Wie eine Bombe hat es eingeschlagen und dann stand auch schon das Auto da. Es war eine einzige riesige Staubwolke. Er hat dann versucht, den Fahrer über die Beifahrerseite aus dem Auto zu holen. Der Lenker hat sich dann gleich entschuldigt, hat gesagt "ich wollt' euch nix böses, wollte euch nicht verletzten". Er hat dann darum gebeten, seine Mama anrufen zu können. Schließlich ist er ihn Ohnmacht gefallen."

Das Haus wurde insgesamt schwer in Mitleidenschaft gezogen. Viele der Türen im Haus wurden aus der Verankerung gerissen, neben dem Wohnzimmer wurde auch die Küche stark beschädigt. "Das muss eine unbeschreibliche Druckwelle gewesen sein", so Streicher, der auch noch feststellt: "Wenn zu diesem Zeitpunkt jemand im Wohnzimmer geschlafen hätte, wäre das schlimm ausgegangen".

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