Lenker dreht im Stau um, düst durch Rettungsgasse

Ein Autofahrer wollte den Stau nach einem Lkw-Unfall auf der S6 umgehen: Er fuhr als Geisterfahrer durch die Rettungsgasse. Ihm droht eine hohe Strafe.
Wie berichtete wurde die S6 am Mittwoch nach einem schweren Unfall in Richtung Seebenstein gesperrt. Ein mit Eisenteilen beladener LKW stürzte bei Maria Schutz samt Zugmaschine um, der Lenker erlitt Verletzungen unbestimmten Grades. Binnen kürzester Zeit bildete sich hinter der Unfallstelle ein Stau. Die nachfolgenden Autofahrer übten sich in Geduld und lenkten ihre Fahrzeuge an den Straßenrand.

Einer hatte es allerdings besonders eilig: Er wollte die Sperre nicht abwarten, drehte mit seinem Pkw an Ort und Stelle um und düste als Geisterfahrer durch die Rettungsgasse retour. Lkw-Lenker Ronald P. gelang es, die gefährliche Aktion mit seinem Handy festzuhalten (s. Video oben). Laut dem "Heute"-Leserreporter handelte es sich um ein Fahrzeug mit polnischem Kennzeichen. Nur eine knappe Minute, nachdem der Geisterfahrer seinen Lastwagen passiert habe, seien Rettung und Polizei aus der entgegengesetzten Richtung gekommen. Der Pole brachte also nicht nur sich selbst, sondern auch die Einsatzkräfte in Gefahr.



Lenker droht hohe Strafe

Sein riskantes Verhalten könnte den Autofahrer noch teuer zu stehen kommen: Wird eine Rettungsgasse verbotenerweise befahren, kann eine Strafe von bis zu 726 Euro verhängt werden. Werden dabei Einsatzkräfte behindert oder gefährdet, erweitert sich der Rahmen auf bis zu 2.180 Euro.

Hast du auch ein Video oder Foto, das ein großes Publikum verdient? Sende es als Leserreporter an "Heute.at" und kassiere bei entsprechender Verwendung 50 Euro Honorar. (C. Pilz)

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