Lidl entfernt Kreuze: So wild tobt der Shitstorm

Mit der Entfernung von Kirchenkreuzen auf Produktbildern hat Lidl europaweit einen riesigen Shitstorm ausgelöst. Auch Österreich bleibt davon nicht unberührt.

Bis vor wenigen Tagen hätte man in einer Diskussion über Religion wohl kaum ein Wort über die Diskonterkette Lidl verloren.

All das änderte sich schlagartig, als im Rahmen der "Griechischen Wochen" Feta, Tzatziki, Moussaka und weitere thematisch passende Produkte unter der Eigenmarke "Eridanous" angeboten wurden. Diese waren mit hübschen Bildern der pittoresken griechischen Insel Santorin bestückt – mit einem kleinen, aber feinen Unterschied.

Der Diskonter hatte aus "Respekt vor religiöser Vielfalt" die Kreuze der Kirchen auf den Bildern wegretuschiert. Das löste nach dem "heute.at"-Bericht am Wochenende auch in Österreich einen Shitstorm sondergleichen aus.

Zwar wurde die Causa zuerst in Belgien aufgedeckt, manche der Produkte waren allerdings auch in Österreich erhältlich. Nun peitschen die Wogen des Shitstorms auch gegen die Social-Media-Front von Lidl Österreich. So wird etwa unter einem harmlosen Facebook-Beitrag über "Gnocci della Casa mit Eierschwammerl" über einen Kniefall des Unternehmens vor dem Islam gewettert.

Auch in unserem nördlichen Nachbarland Tschechien, tobt der Shitstorm gegen die Diskonterkette. So montierte ein erboster User Sprengstoff und Zünder auf ein Lidl-Werbeplakat um "Islamische Wochen bei Lidl" anzupreisen. (rcp)

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