Ganz schön eisig war’s in den letzten 24 Stunden in Oberösterreich: In Liebenau-Gugu im Bezirk Freistadt im Mühlviertel hat das Thermometer am Donnerstag in der Früh wieder einen neuen Rekord aufgestellt. Minus 27,9 Grad hat das Thermometer der offiziellen Wetterstation angezeigt. Damit geht es langsam in Richtung Minus 30 Grad!
Damit war das kleine Örtchen der kälteste Fleck in ganz Österreich. Gleich dahinter lag Pabneukirchen im Bezirk Urfahr-Umgebung. Dort wurden zur selben Zeit minus 19,6 Grad gemessen, wie der ORF berichtet.
Schon am Montag hat Liebenau-Gugu mit minus 25,7 Grad ordentlich vorgelegt. Doch der absolute Kälterekord in Oberösterreich stammt aus dem Jahr 1985. Damals wurden in Aspach im Bezirk Braunau laut Aufzeichnungen der GeoSphere Austria unglaubliche minus 33,2 Grad gemessen.
Die eisigen Temperaturen machen sich auch sonst bemerkbar. Immer mehr Seen, Teiche und Flüsse sind zugefroren. Sogar an der Donau gibt’s stellenweise schon eine Eisschicht, vor allem in den Häfen.
"Heute" hat mit Liebenaus Bürgermeister August Reichenberger (ÖVP) gesprochen. Wie gehen die Bewohner mit der Eiseskälte um? "Es ist nur der Bereich betroffen, wo die Wetterstation ist", erzählt er. "Dort befindet sich ein Kältesee".
Heißt: Die eisige Luft liegt in der Senke, weil kein Wind geht, bleibt sie dort und sorgt regelmäßig für Rekorde. Hans-Peter Waldhör und andere Bewohner des Abschnitts haben gelernt, mit der Kälte zu leben.
"Für die Geräte ist das schon oft eine Herausforderung", so der Orts-Chef. Auch Glatteis gäbe es öfter. Dass Gugu so oft in den Schlagzeilen ist, sehen nicht alle positiv. "Es ist nicht gerade eine Werbung", sagt der Bürgermeister. Immerhin habe man ein Skigebiet. Das liege zum Glück außerhalb der Kältezone, wie er betont.