Reisen

Insel-Gesetz – wer mit Sandalen klappert, zahlt Strafe

Dem süßen Dolce Vita werden seit geraumer Zeit strenge Regeln verpasst. Wer sich im Italienurlaub nicht daran hält, muss mit einer Buße rechnen.

Christine Scharfetter
Auf Capri sind nur leise Sohlen erlaubt.
Auf Capri sind nur leise Sohlen erlaubt.
Getty Images

Keine Badetücher, Zigaretten, Bier oder Sandburgen: Während der Italienurlaub mittlerweile ohnehin gewaltig ins Geld geht, hat das beliebe Reiseland auch noch eine ganze Reihe an Regeln und Gesetzen aufgestellt, die unwissenden Touristen teuer zu stehen kommen können.

So ist das Rauchen mittlerweile an zahlreichen Stränden Italiens verboten. Wer dennoch mit dem Glimmstängel im Mund –oder in der Hand – erwischt wird, kann zu einer Strafe von bis zu 2.000 Euro verdonnert werden. Noch teurer zu stehen kommen können einem diverse Souvenirs: Wer Muscheln, Steine oder Sand mit nach Hause nimmt, muss mit einem Bußgeld von bis 1.549 Euro vor Ort bis 10.000 Euro beim Zoll rechnen.

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    Auf Capri zahlt man pro Person 100 Euro Eintritt zum&nbsp;<a href="https://www.instagram.com/da_luigi_ai_faraglioni/?hl=de">Da Luigi Beach Club</a>. Dafür bekommt Sonnenliege oder Liegestuhl und eine Konsumation im Restaurant. Der Sonnenschirm kostet 15 Euro extra.
    Auf Capri zahlt man pro Person 100 Euro Eintritt zum Da Luigi Beach Club. Dafür bekommt Sonnenliege oder Liegestuhl und eine Konsumation im Restaurant. Der Sonnenschirm kostet 15 Euro extra.
    www.luigiaifaraglioni.com

    Keine Genehmigung für Sandburgen

    Noch strenger ist man in Eraclea bei Venedig. Hier sollte der Sand besser gleich gar nicht angefasst werden, denn  Sandburgen, Ballspiel und Löcher in den Sand buddeln sind am Strand verboten – das gilt auch für Kinder.

    Um den Sandschwund auf dem beliebten Strand La Pelosa in Stintino an der Nordküste Sardiniens einzudämmen, wird mittlerweile ebenfalls hart durchgegriffen. Strandtücher, an denen im nassen Zustand der kostbare Sand kleben bleibt, sind verboten. Stattdessen müssen Bastmatten darunter platziert werden.

    Außerdem muss der Sand den Füßen vor dem Verlassen des Strandes abgewaschen werden. Wer darauf vergisst, muss mit einer Strafe von bis zu 100 Euro von den ständig patrouillierenden Kontrolleuren rechnen.

    Einmal klappern, 50 Euro Strafe

    Weniger um den Sand und mehr um die Ruhe geht es auf der Insel Capri in der Bucht von Neapel: Auf dem Promi-Hotspot ist Tragen von Holzschuhen – auch bekannt als Clogs oder Holzzoccoli – verboten. Wer mit den Sandalen durch den Ort klappert, muss 50 Euro blechen.

    Immerhin könnte der durch die Schuhe verursachte Lärm die Siesta so mancher Diva stören.

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