Barca führt die spanische Liga mit sieben Punkten Vorsprung auf den Erzrivalen Real Madrid an, das Halbfinal-Hinspiel in der Copa del Rey entschieden die Katalanen am Donnerstag mit 1:0 für sich. Zwei Titel sind für die Elf von Xavi Hernandez also in Griffweite, das Europa-League-Aus gegen Manchester United schmerzte nur kurz.
Auf dem Transfermarkt sieht es hingegen trist aus, denn Barcelona darf im bevorstehenden Übertrittsfenster keine neuen Spieler unter Vertrag nehmen, wie der spanische Liga-Boss Javier Tebas nun klarmachte. "Der FC Barcelona konnte in diesem Winter keine Spieler verpflichten. Wir haben es ihnen nicht gestattet. Und im kommenden Sommer werden sie auch keine Spieler verpflichten können", sagte Tebas gegenüber "Radio Estadio".
Der Grund für die aktuell gültige Transfersperre: In Spaniens Liga gilt eine Gehaltsobergrenze, die sich nach den Einnahmen der Klubs, aber auch nach dem Schuldenstand richtet. Ist dieses Limit ausgeschöpft, können keine weiteren Spieler bei der Liga registriert werden. Barca ist nach wie vor hochverschuldet, von Verbindlichkeiten in der Höhe von 1,5 Milliarden Euro ist die Rede.
"Sie haben 700 Millionen Euro an TV-Rechten verkauft und haben unterschiedliche Wege gesucht, um die Situation zu lösen. Aber das werden sie in der nächsten Saison nicht mehr können. Barcelona muss Ausgaben für Gehälter und Transfers von 650 Millionen Euro auf 450 Millionen Euro reduzieren", führte Tebas weiter aus.
Der einzige Ausweg für Barcelona ist der Verkauf von Spielern. Von den Einnahmen, die durch Transfererlöse erwirtschaftet werden, können 40 Prozent in neue Spieler gesteckt werden.
Im Sommer 2022 haben die Katalanen groß in ihren Kader investiert, Stars wiee Robert Lewandowski, Raphinha, Jules Kounde, Franck Kessie oder Andreas Christensen unter Vertrag genommen. Um dies zu finanzieren, veräußerten die Katalanen etwa 25 Prozent der TV-Rechte der spanischen Liga für die nächsten 25 Jahre, sowie Beteiligungen an den "Barca Studios" oder der Barca Lizenz- und Marketingabteilung.