Der Lieblingsstrand der Österreicher verschwindet! Hunderttausende verbringen hier jährlich ihren Familienurlaub, alleine zum berüchtigten "Tutto Gas" ("Vollgas") Spring-Break-Wochenende zu Pfingsten versammeln sich hier 80.000 Party-People.
Doch die stürmischen Wintermonate sorgen in der beliebten Adria-Stadt Lignano (Italien) für Chaos: Jahr für Jahr werden großen Mengen Sand ins Meer gespült, der Strand selbst wird immer kleiner. Derzeit wird der Sand in großen Mengen wieder nachgefüllt – ein Leserreporter konnte die Arbeiten vor Ort beobachten: "Ständig fahren LKWs mit Sand vor, der anschließend verteilt und planiert wird", schildert der Urlauber. Liegen und Sonnenschirme sucht man derzeit vergeblich. Ein geschlossenes Sandkreislaufsystem soll helfen, die Strände langfristig zu sichern – "Heute" berichtete.
Heuer wurden rund 1.000 Kubikmeter Sand – das entspricht etwa 50 Lkw-Ladungen – zurück an den Strand gebracht. Der Sand stammt aus zuvor gesammelten Algen sowie organischem Material und wurde in einem mehrstufigen Verfahren wiederaufbereitet. Während der Saison werden Algen täglich – großteils per Hand – entfernt, damit möglichst wenig Sand verloren geht.
Das gesammelte Material wird in eine Anlage im Gebiet Pantanel gebracht. Dort wird es gesiebt und getrennt: Organische Rückstände werden entfernt, der verbleibende Sand entsprechend aufbereitet. In den Wintermonaten wird dieser dann in genehmigten Bereichen zwischengelagert, bevor er später wieder auf die Strände von Lignano verteilt wird.
Für einen entspannten Strandtag fehlt derzeit aber ohnehin das passende Wetter. Zwar zeigt sich zwischendurch immer wieder die Sonne, insgesamt dominieren aktuell jedoch graue Wolken und Regen das Bild in dem italienischen Badeort. Urlauber und Einheimische hoffen nun, dass mit den ersten richtigen Sonnenstrahlen auch die Arbeiten am Strand rechtzeitig abgeschlossen sind.