1000 Kubikmeter Sand

Strand in Lignano verschwindet – jetzt kommen Algen

Über den Winter haben Sturmfluten den beliebten Hausmeisterstrand schrumpfen lassen. Tausend Kubikmeter aus Algen gewonnener Sand wurde aufgeschüttet.
Heute Life
22.04.2026, 13:45
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Wind und Wellen setzen den Stränden von Lignano Winter für Winter erheblich zu. Allein bei der letzten größeren Sturmflut Ende Februar wurden in Pineta fast 20.000 Kubikmeter Sand ins Meer gespült. Dem will man nun mit einem geschlossenen Sandkreislaufsystem entgegenwirken.

Im Zuge der Maßnahmen wurden heuer rund 1.000 Kubikmeter Sand – umgerechnet etwa 50 Lastwagenladungen – wieder an den Strand zurückgebracht, wie die örtliche Zeitung "Il Friuli"berichtet. Der Sand stammt aus zuvor am Strand gesammelten Algen sowie organischem Material und wurde im Rahmen eines mehrstufigen Aufbereitungsprozesses rückgewonnen.

Abfall wird zu neuem Sand

Das Unternehmen Lignano Pineta verfolgt damit eine Strategie des nachhaltigen Küstenmanagements, die auf Kreislaufwirtschaft basiert. Die Seetangsammlung erfolgt während der Saison täglich, überwiegend manuell, um den Sandanteil im Material möglichst gering zu halten.

Anschließend wird das gesammelte Material in eine Anlage im Gebiet Pantanel gebracht, gesiebt und getrennt: Organische Bestandteile werden entfernt, der verbleibende Sand wird aufbereitet und in den Wintermonaten in genehmigten Bereichen zwischengelagert, bevor er wieder an der Küste verteilt wird.

"Die Möglichkeit der Wiederverwendung des Sandes wurde durch ein komplexes regionales Genehmigungsverfahren ermöglicht, das unter der Leitung des Geologen Aldo Canziani stand und die Umwandlung von Abfallmaterial in eine Ressource ermöglicht hat, die der Region wieder zur Verfügung steht", erklärt Giorgio Ardito, Präsident von Lignano Pineta.

Langfristiges Projekt

Mit dem Projekt reagiert der Badeort nicht nur auf zunehmende Erosionsprobleme, sondern setzt auch ein Zeichen für ressourcenschonende Strandbewirtschaftung. Die Wiederverwertung des Strandmaterials soll künftig weiter ausgebaut werden, um den natürlichen Sandverlust durch Stürme langfristig abzufedern.

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