100 Millionen Euro muss die Stadt Linz im Jahr an das Land Oberösterreich zahlen. Diese Belastungen höhlen die Finanzkraft der Stadt aus, kritisiert Finanzreferent Johann Mayr (SPÖ). Insgesamt musste Linz im Jahr 2010 immerhin 219,23 Millionen Euro an Subventionen und Transferzahlungen leisten.
Die Hälfte des Gesamtvolumens der Zahlungen erhält das Land OÖ. 1990 waren es nur 30,5 Prozent, nun sind es 51 Prozent, prangert Mayr die Belastungspolitik des Landes Oberösterreich an.
Ein weiterer dicker Brocken bei den Ausgaben sind die Zahlungen für die städtischen Betreuungseinrichtungen. So mussten für Kindergärten, Schulhorte und Krabbelstuben im Jahr 2010 1,8 Millionen Euro mehr - nun 18,1 Millionen - aufgewendet werden. Auf 25,4 Millionen (plus 1,7 Mio.) sind die Ausgaben in der Seniorenbetreuung gestiegen. Zum Vergleich: Für freiwillige Förderungen wendete die Stadt im Vorjahr 22,5 Millionen Euro auf.
Gerald Schwab