Künstliche Intelligenz sucht Corona-Medikament

Günter Klambauer forscht an der JKU in Sachen Corona-Virus.
Günter Klambauer forscht an der JKU in Sachen Corona-Virus.Bild: JKU
Der Wettlauf um ein wirksames Medikament gegen Covid-19 hat begonnen. Ein Forscher aus Linz ist mittendrin dabei.
Die Suche nach einem Medikament gegen das weltweit grassierende Corona-Virus läuft auf Hochtouren. In aller Herren Ländern arbeiten Forscherinnen und Forscher an einer Lösung.

Auch an der Johannes Kepler Uni in Linz wird fieberhaft gearbeitet. Oder besser man lässt arbeiten.

"Auf Basis unserer Erfahrung mit dem Einsatz von Künstlichen Intelligenzen in der Entwicklung von Pharmawirkstoffen haben wir eine Künstliche Intelligenz mit der Suche nach vielversprechenden Wirkstoffansätzen gegen das neue Corona-Virus programmiert", so Günter Klambauer vom Institut für Machine Learning.

CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Der Vorteil: Die KI kann natürlich viel schneller arbeiten, als der Mensch. In den vergangenen Tagen hat sich Klambauer so durch eine Milliarde Moleküle gearbeitet. "Mit dem Auftrag, jene Moleküle zu finden, deren Wirkung möglichst viele Chancen hat, das Corona-Virus zu hemmen."

Daten sind frei verfügbar



Es sei gelungen, die Datenbank auf die erfolgversprechendsten 30.000 Wirkstoffe einzuschränken und diese nochmals innerhalb dieser Liste zu gewichten. So kann Klambauer eine entsprechende Vorarbeit leisten, um möglichst rasch ein Medikament gegen das Corona-Virus zu erhalten.

Geschäft will die JKU damit nicht machen. Im Gegenteil: "Im Kampf gegen das Corona-Virus stellen wir diese so gewonnenen Daten international und frei zur Verfügung. Es ist uns ein dringendes Anliegen, mit unserem Wissen jene zu unterstützen, die an Medikamenten und Wirkstoffen arbeiten. Je klarer wir hier wissen, wo wir suchen müssen, umso schneller kann die Forschung sein", so Klambauer.

Die aktuelle Corona-Karte für Österreich:





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