Linzer Mädchen-Gang schlug bereits mehrmals zu

Das Quartett schlug am Hauptbahnhof in Linz zu. (Symbolfoto)
Das Quartett schlug am Hauptbahnhof in Linz zu. (Symbolfoto)Tobias Steinmaurer / picturedesk.com
Am Samstag schockte die Nachricht über einen brutalen Raub in Linz. Nun ist klar, dass die Schuldigen auch für weitere Taten verantwortlich sind.

Jenes Mädchen-Quartett, das für einen Raubüberfall an einem 21-Jährigen verantwortlich ist, steht im Verdacht, auch weitere ähnlich gelagerte Taten begangen zu haben. Laut Polizei haben vier junge Frauen im Alter zwischen 16 und 21 Jahren am Samstag gegen 05:00 Uhr einen 21-jährigen somalischen Staatsangehörigen am Linzer Hauptbahnhof überfallen und ausgeraubt.

Mittlerweile wurden die Verdächtigen, eine 16- und eine 19-jährige Österreicherin, ein 21-jährige Kroatin und eine 19-jährige Polin, einvernommen. Weil sie sich zum Großteil geständig zeigten, wurden sie auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Linz in die Justizanstalt eingewiesen.

Die jungen Frauen gaben an, seit 2. April 2021 jeweils als Mitglied einer kriminellen Vereinigung mindestens drei teils schwere Raubüberfälle im Linzer Stadtgebiet begangen zu haben. Kurz nach dem Angriff auf den 21-Jährigen wurde auch eine 26-Jährige Opfer des Quartetts. 

Eiskaffee und Zahnspange geraubt

Die 26-jährige Bulgarin aus Linz teilte den Beamten mit, dass sie gegen 5:30 Uhr bei der Goethekreuzung von vier Frauen ausgeraubt worden sei. Diese umzingelten sie auf dem dortigen Schutzweg, rempelten sie mehrmals heftig an und beschimpften sie.

Dabei raubten sie ihr einen Eiskaffee und ihre Zahnspange, die sie in einer Dose verwahrte. Ihre Täterbeschreibung passte genau auf die vier Frauen des ersten Raubes. Zudem wurde bei der Festnahme ein Eiskaffee derselben Marke sichergestellt. Auf Fotos erkannte die 26-Jährige die vier Beschuldigten wieder. Durch die Schläge erlitt sie Verletzungen unbestimmten Grades und begab sich selbstständig ins Kepler Uniklinikum.

Selfie-Stick erbeutet

Wie nun bekannt wurde, sind die Frauen wohl auch für einen dritten Raub verantwortlich. Dabei verletzten die Beschuldigten im Linzer Volksgarten ein weiteres Opfer, einen 27-jährigen Linzer, durch massive Schläge und Tritte gegen den Körper und entrissen ihm kurz darauf bei einer Tankstelle einen "Selfie-Stick", den er in seinem Rucksack hatte.

Nach umfangreichen Ermittlungen, Tatortbesichtigungen und Einvernahmen gelang es den Kriminalbeamten, ihnen die Begehung weiterer strafbarer Handlungen wie Sachbeschädigungen, Fälschung besonders geschützter Urkunden, Diebstähle und Suchtmitteldelikte nachzuweisen. Die Staatsanwaltschaft Linz ordnete die Einlieferung in die Justizanstalt an.

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