Linzer Uni plant Armbänder als schnelleren 3G-Nachweis

Vanessa Fuchs, ÖH-Vorsitzende an der JKU Linz, erklärt gegenüber "Heute" wie das Armband als 3G-Nachweis funktionieren soll.
Vanessa Fuchs, ÖH-Vorsitzende an der JKU Linz, erklärt gegenüber "Heute" wie das Armband als 3G-Nachweis funktionieren soll.ÖH-Linz/iStock
Ein Armband an Studierenden soll ab Oktober Professoren an der Kepler Uni Linz die 3G-Kontrolle erleichtern. "Heute" kennt den konkreten Plan.

Drei Wochen sind es noch, bis das neue Wintersemester mit 4. Oktober startet. Trotz Ferien gilt am Campus der Johannes Kepler Universität in Linz schon jetzt bzw. eigentlich noch immer der 3G-Nachweis (genesen, getestet, geimpft) – um an Lehrveranstaltungen teilnehmen und Prüfungen ablegen zu können musste der Nachweis erbracht werden.

Den Professoren, die den 3G-Nachweis kontrollieren sollen, will die JKU jetzt mit einer neuen Verordnung das Leben erleichtern. Und die sieht vor, dass Studierende die genesen, getestet oder geimpft sind, in Zukunft ein Kontrollarmband bekommen sollen. 

Das ist der Plan der JKU

Auf der Homepage der JKU (Stand 3. September) heißt es dazu: "Um die Kontrolle zu vereinfachen, arbeiten wir an der Umsetzung zentraler Checkpoints, an denen farbige Kontrollbänder ausgegeben werden. Dadurch kann der 3G-Check bei Lehrveranstaltungen und Prüfungen schnell erfolgen. Um den Aufwand zu reduzieren, können Personen, welche über einen langfristigen Nachweis einer lediglich geringen epidemiologischen Gefahr (insbesondere Impfung) verfügen, ein länger geltendes Armband bekommen." Spezifische Details dazu werde man in Kürze aussenden.

Wie soll das in Zukunft genau funktionieren? Wird mit den Bändern also im Endeffekt farblich zwischen Geimpften und Ungeimpften unterschieden? Und wer vergibt diese Bänder?

Für jeden Tag ein Band in einer anderen Farbe

"Heute" hat bei Vanessa Fuchs, ÖH-Vorsitzende der JKU Linz, nachgefragt und erreichte sie Mittwochvormittag am Telefon. Sie erklärt: "Noch ist die Verordnung nicht fertig und es wird an ihr gearbeitet. Bisher geplant ist, dass es für jeden Tag ein anderes Band, in einer anderen Farbe, geben wird. Egal ob genesen, getestet oder geimpft, die Farbe bleibt für alle gleich und das Band gilt für einen Tag. Die Bänder werden an zentralen Checkpoints vergeben. Wo genau die positioniert sein werden, steht noch nicht fest. Die Studierenden sollen aber bei zentralen Zugängen zum Campus kontrolliert werden. Zum Beispiel im Bereich des Parkplatzes oder der Straßenbahnstation."

Der Vorteil dieses Systems sei, dass man sich damit ohne Maske frei am Campus bewegen könne – wobei im Hörsaal die Maskenpflicht weiterhin aufrecht bleibt, wie die 23-Jährige erklärt. Die Linzerin selbst hält die Pläne für sinnvoll. Damit würde man viel Zeit sparen und die Vorlesungszeit nicht darunter leiden. Jeden Studierenden auf seinen 3G-Nachweis hin in einer Lehrveranstaltung oder bei einer Prüfung zu kontrollieren, sei aufwendig, so Fuchs im "Heute"-Gespräch. 

Unipersonal soll Bänder verteilen

Die Überlegung ein "länger geltendes Armband" für all jene einzuführen, die zum Beispiel bereits geimpft sind, werde aber wohl nicht umgesetzt, wie die ÖH-Vorsitzende klar stellt. Damit wäre der 3G-Status des anderen für jeden auf einen Blick  nachvollziehbar –ein Punkt der offenbar dann doch auch JKU-intern kritisch gesehen wird.

Die Vergabe der Bänder soll durch Universitätsmitarbeiter erfolgen. Dafür will die JKU ihr Personal entsprechend aufstocken, wie Fuchs verrät.

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