Der Senat Linzer Kepler-Uni, der "Heimatuniversität" von Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner, lehnt dessen Pläne zur künftigen Finanzierung der Studienplätze einstimmig ab.
Die angepeilte Verteilung der Mittel bremse nicht nur den aktuellen Weiterentwicklungsprozess der Universität Linz, hieß es in einem einstimmigen Beschluss des Linzer Uni-Senates. "Es käme zu einer Existenzgefährdung der Johannes Kepler Universität in ihrer heutigen Form."
Mitterlehner will "Systemumstellung"
Mitterlehner strebt eine "komplette Systemumstellung der Universitätsfinanzierung ab der Leistungsvereinbarungsperiode 2019 bis 2021". Sein Modell sieht dazu eine Anhebung des Uni-Budgets um 1,35 Mrd. Euro auf elf Mrd. Euro vor. Außerdem will Mitterlehner weitere Zugangsbeschränkungen vor allem bei Jus, Sprachen und Pädagogik.
Künftig soll die Vergabe der Uni-Mittel nach Mitterlehners Plänen an vereinbarte Kapazitäten gekoppelt werden, drei Indikatoren werden berücksichtigt: die Zahl der Studienanfänger, der prüfungsaktiven Studenten und der Absolventen. Statt eines Globalbudgets sollen die Unis ihr Geld nach einem komplizierten Schlüssel auf Basis dieser Indikatoren bekommen.
Linzer fühlen sich benachteiligt
"Durch den in Aussicht genommenen Verteilungsschlüssel käme es allerdings zu einer deutlichen Verstärkung der bereits bisher bestehenden Unausgewogenheit der Mittelverteilung zu Gunsten einiger weniger Universitäten an den Standorten Wien und Graz", so der Uni-Senat. "Der Anteil der Linzer Johannes Kepler Universität am Gesamtbudget würde hingegen drastisch sinken." Dieser liegt jetzt bei 4,5 Prozent.
(GP)