Rapid verliert Anschluss an Bullen und drei Verteidiger

Ercan Kara gegen Andre Ramalho.
Ercan Kara gegen Andre Ramalho.Gepa
3:0 gegen Verfolger Rapid! Titelverteidiger Red Bull Salzburg eilt in der Meisterrunde an der Spitze davon. Die Wiener plagen auch Personalsorgen.

Salzburg siegte am Sonntag am zweiten Spieltag der Meisterrunde in Wien mit 3:0. Der Tabellenführer besiegte mit Rapid den Zweiten der Bundesliga und vergrößerte den Abstand zu den Hütteldorfern auf sieben Punkte. 

Rapid verlor mit Filip Stojkovic und Mateo Barac (Verdacht auf eine Mittelfuß-Verletzung) zwei Verteidiger verletzungsbedingt. Maximilian Hofmann sah eine Rote Karte und fehlt somit gesperrt.

Kühbauer muss früh umbauen

Das Spiel startet für Rapid mit einer Schrecksekunde. In den Anfangsminuten krachten Stürmer Ercan Kara und Stojkovic mit den Köpfen zusammen. Beide lagen sichtlich unter starken Schmerzen auf dem Rasen und mussten behandelt werden. Kara spielte mit Turban (Platzwunde am Kopf) weiter. Stojkovic blieb bis zur 14. Minute auf dem Platz, ehe er sich wegen der Folgen des Crashs auswechseln lassen musste – Verdacht auf eine Gehirnerschütterung.

Salzburg übernahm indes die Kontrolle über das Spitzenspiel. Rapid sollte offensiv nie in Szene treten. Das vermeintliche 1:0 durch Patson Daka wurde noch wegen einer Abseitsposition. Eine Fehlentscheidung. In der 36. Minute schrieben die Gäste dann durch Innenverteidiger Andre Ramalho an. Der Brasilianer traf nach einer Ecke und einem Kopfball an die Stange von Enock Mwepu.

Die zweite Halbzeit Begann für Rapid ähnlich schlecht wie die erste. Maximilian Hofmann zog gegen Patson Daka laut Schiedsrichter Manuel Schüttengruber vor der Strafraumgrenze die Notbremse – Rote Karte (46.)! Die Entscheidung war umstritten. Wiederholungen konnten nicht deutlich auflösen, ob Hofmanns Berührung ursächlich für den Sturz von Daka war. Der anschließende Freistoß von Zlatko Junuzovic landete an der Latte.

Salzburg dominierte, ohne an seine Grenzen gehen zu müssen, ließ Rapid nie gefährlich vor das eigene Tor kommen. In der 79. Minute wurde Salzburg in Person von Mwepu ein weiteres Mal ein eigentlich regulärer Treffer wegen einer Abseits-Entscheidung aberkannt. Nur der Zwischenstand signalisierte bis kurz vor dem Ende Spannung. Youngster Karim Adeyemi machte mit einem späten Doppelpack als Joker alles klar, sorgte ergebnistechnisch doch noch für klare Verhältnisse (93., 95.).

Salzburg hat acht Runden vor dem Saisonende freie Bahn in Richtung Meistertitel. Rapid fehlen sieben Zähler auf den Leader, dem drittplatzierten LASK acht.

Die Stimmen zum Spiel

Didi Kühbauer (Trainer Rapid): "Wir haben genau dasselbe gespielt wie beim letzten Spiel in Salzburg, muss ich ehrlich sagen (2:4-Niederlage, Anm.). Sie haben gar nicht so großartig gespielt. Sie waren nicht schwer zu lesen. Wir haben einfach zu wenig zugetraut. Das Tor war die Folge daraus."

… über den Ausschluss von Maximilian Hofmann: "Ich denke, es ist eine sehr harte Rote Karte. Salzburg braucht die Hilfe der Schiris nicht, sie sind die beste Mannschaft."

Kühbauer weiter: "Wir haben nicht das abgerufen, was wir können. Wir haben uns alle mehr vorgenommen. Ich ärgere mich schon. Salzburg hat einfach eine Top-Qualität. Aber es wäre auch schräg, wenn Salzburg mit den Möglichkeiten nicht ganz vorne stehen würde. Salzburg hat die beste Mannschaft, den größten Kader."

Jesse Marsch(Trainer Salzburg): "Nicht unsere beste Leistung, um ehrlich zu sein. Es war ein wichtiger Sieg für uns. Wir haben sehr gut verteidigt. Der Gegner war fast nie gefährlich."

Die Stimmen zum Spiel folgen.

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