Bremen schafft Wunder! Suttner und Stöger steigen ab

Werder Bremen schickt Kevin Stöger (rechts im Kreis) und seine Düsseldorfer in die zweite Liga.
Werder Bremen schickt Kevin Stöger (rechts im Kreis) und seine Düsseldorfer in die zweite Liga.Imago Images
Werder Bremen rettet sich mit einem 6:1 im letzten Spiel in die Relegation. Fortuna Düsseldorf steigt mit Paderborn ab. Bayern knackt 100-Tore-Marke.

Das kleine Klassenerhalt-Wunder ist geschafft! Werder Bremen rettete sich am letzten Spieltag der deutschen Bundesliga in die Relegation und schickte Fortuna Düsseldorf somit in die zweite Liga. Die Bremer schlugen am Samstagnachmittag den FC Köln daheim mit 6:1, bekamen Schützenhilfe von Union Berlin, das Düsseldorf mit 3:0 schlug. Paderborn hatte schon als klarer Tabellenletzter und Absteiger festgestanden. Der Relegationsgegner ist noch offen: Heidenheim oder HSV - das entscheidet sich am Sonntag.

Der FC Bayern knackte beim 4:0-Sieg in Wolfsburg die magische 100-Tore-Marke. Der achte Titel in Folge war dem Rekorsmeister ohnehin schon sicher. Dortmund ging als Tabellenzweiter daheim gegen Hoffenheim überraschend hoch mit 0:4 unter. Trainer Oliver Glasner verlor mit Wolfsburg durch die Niederlage Platz sechs an die Hoffenheimer, die damit fix in die Europa-League-Gruppenphase einziehen.

RB Leipzig behauptete den dritten Endrang durch den knappen 2:1-Sieg. Borussia Mönchengladbach war beim 2:1 gegen Hertha Berlin zwischenzeitlich Dritter, beendete nach dem Timo-Werner-Doppelpack der Bullen die Saison als Vierter.

Bremen schaffte "Wunder"

Würde Düsseldorf in Berlin punkten, bräuchte Werder schon einen Sieg mit mindestens vier Toren Unterschied, um noch auf den Relegationsplatz vorzustoßen. So hatte die Ausgangslage für den deutschen Kultklub vor der 34. Runde gelautet. Dementsprechend pessimistisch waren selbst die eingefleischtesten Fans.

Der Optimismus sollte gegen Köln nach einer halben Stunde zurückkehren. Während sich in der Konferenz des letzten Spieltags die Düsseldorfer bei Union Berlin schwertaten, schossen sich die Bremer den Frust der Krisensaison munter von der Seele. Yūya Ōsako (22.), Milot Rashica (27.) und Niclas Füllkrug (29.) ließen Werder träumen. Von der starken Anfangsphase beflügelt legten die Grün-Weißen nach dem Seitenwechsel nach. Davy Klaassen (55.) und Ōsako (58.) erhöhten auf 5:0. Dominick Drexler betrieb für die überforderten Kölner Ergebniskosmetik (62.). Joshua Sargent machte alles klar (68.). Marco Friedl spielte bei Werder durch.

Das Torspektakel in Bremen erreichte natürlich auch die Fortuna in der Bundeshauptstadt. Nach dem 1:0 von Berlins Anthony Ujah (26.) verkrampften sich die Gäste rund um die ÖFB-Legionäre Kevin Stöger und Markus Suttner. Christian Gentner (54.) und Suleiman Abdullahi (90.) sollten zum Abschluss der Meisterschaft für klare Verhältnisse sorgen. Düsseldorf hatte den Relegationsplatz in der eigenen Hand, schlitterte stattdessen mit einem 0:3 in die zweite Liga. Christopher Trimmel spielte bei Union durch, Kevin Stöger bei der Fortuna, Suttner wurde eingewechselt.

Bayern knackt 100-Tore-Marke

Bayern München nahm in Wolfsburg die Meisterschale entgegen. Den achten Titel in Folge hatten sie schon sicher in der Tasche. David Alaba und Co. nahmen das Gastspiel beim Team von Trainer Oliver Glasner dennoch ernst und setzten sich mit 4:0 durch. Die Tore: Kinglsey Coman (4.), Mickaël Cuisance (37.), Robert Lewandowski (72.) und Thomas Müller (79.). Damit beendete der Rekordmeister die Saison mit 100 Toren, schrammte um eines an der Allzeitbestmarke vorbei.

Alaba spielte bis zur 80. Minute, jubelte dann in der ersten Reihe über den Titel. Bei den Hausherren fehlte Xaver Schlager verletzt, Keeper Pavao Pervan saß auf der Bank.

Gladbach in Königsklasse

Timo Werner verabschiedete sich mit einem Doppelpack aus Leipzig. Der Stürmer, der nun zum FC Chelsea wechselt, ließ die Bullen in Augsburg über einen späten Sieg jubeln, sicherte ihnen so den dritten Tabellenplatz (28., 80.). Ruben Vargas hatte zwischenzeitlich ausgeglichen (72.).

Borussia Mönchengladbach siegte zum Abschluss 2:1 gegen Hertha Berlin, spielt somit im kommenden Jahr in der Champions League. Jonas Hofmann (7.) und Breel Embolo (78.) trafen, Vedad Ibisevic' Anschluss kam zu spät (91.). ÖFB-Teamspieler Stefan Lainer spielte bei den Fohlen bis Minute 92.

Leverkusen reichte der 1:0-Sieg gegen Mainz nicht für Königsliga-Fußball. Die Werkself muss sich mit Endrang fünf zufriedengeben. Kevin Volland schoss das Siegestor in Minute zwei. Julian Baumgartlinger spielte bei Leverkusen durch, Karim Onisiwo auf der Gegenseite.

Dortmund ging baden

Borussia Dortmund war Platz zwei schon sicher. Den Saisonabschluss hatte sich der BVB aber wohl trotzdem anders vorgestellt. Im Signal Iduna Park führte Hoffenheim die Gastgeber regelrecht vor. Alle Tore erzielte Andrej Kramarić (8., 30., 48., 50.). Bei den Siegern spielten Florian Grillitsch und Stefan Posch durch, Christoph Baumgartner wurde eingewechselt.

Adi Hütter verabschiedete sich mit Eintracht Frankfurt mit einem 3:2-Heimsieg gegen Absteiger Paderborn in die Sommerpause. Sebastian Rode (9.), André Silva (33.) und Bas Dost (52.) trafen für die Hütter-Elf, Mohamed Dräger (55.) und Sven Michel (75.) für die Gäste. Martin Hinteregger spielte bei Frankfurt durch.

Freiburg deklassierte Schalke mit 4:0. Gian-Luca Waldschmidt (20., 57.), Jonathan Schmid (38.) und Lucas Höler (46.) schossen die Tore. Philipp Lienhart spielte bei Freiburg durch, Alessandro Schöpf bei Schalke.

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