Medaillen-Regen in Livigno! Alessandro Hämmerle raste am Donnerstag im Snowboard-Cross zur Verteidigung seines Olympiatitels von 2022. Hinter dem Vorarlberger und dem Kanadier Grondin Eliot jubelte der Niederösterreicher Jakob Dusek über Bronze.
Österreichs Medaillen-Helden
🥈Sabine Payer – Snowboard-RTL (Tag 2)
🥇Benjamin Karl – Snowboard-RTL (Tag 2)
🥈Jonas Müller – Rodel-Einsitzer (Tag 2)
🥈Manuel Feller / Vincent Kriechmayr – Ski-Kombi (Tag 3)
🥇Ariane Rädler / Katharina Huber – Ski-Kombi (Tag 4)
🥈Johannes Lamparter – Nordische Kombi, 10km (Tag 5)
🥉Selina Egle / Lara Kipp – Rodel-Doppelsitzer (Tag 5)
🥈Thomas Steu / Wolfgang Kindl – Rodel-Doppelsitzer (Tag 5)
🥉Cornelia Hütter – Super-G (Tag 6)
🥇Alessandro Hämmerle / Snowboard-Cross (Tag 6)
🥉Jakob Dusek – Snowboard-Cross (Tag 6)
Die Entscheidung war an Dramatik kaum zu überbieten. Das österreichische Duo musste im Finale lange um den Anschluss kämpfen, lag auf den Rängen drei und vier. Erst im Finish zündeten beide den Turbo.
Bereits im Halbfinale hatten sich beide ÖSV-Stars jeweils erst im Fotofinish durchgesetzt – Zentimeter entschieden über die Teilnahme am Finallauf. Am Ende räumten die rot-weiß-roten Boarder die Medaillen zehn und elf bei den Olympischen Winterspielen in Mailand/Cortina ab.
Hämmerle war noch dazu angeschlagen ins Rennen gegangen, hatte am Vormittag gesagt: "Leicht erkältet gewesen? Ich wünschte, es wäre besser, die Nacht war nicht so einfach. Ich habe probiert, es ohne Mittel zu fahren, aber es ist nicht gegangen. Ich hab mir irgendwas reingepfiffen, ich kanns nicht anders sagen."
Nach Gold jubelte er: "Gott sei Dank habe ich es durchgezogen. Ich hatte eigentlich null Energie. Dann ist das Adrenalin gekommen. Im großen Finale wars dann ein Fight, den habe ich zum Glück für mich entscheiden können." Hämmerle hatte schwierige Jahre hinter sich, Rücken- und Kopfverletzungen: "Es ist immer ein Auf und Ab mit den Verletzungen in diesem Sport. Aber ich bin froh, dass ich nicht das Handtuch geworfen habe. Nächstes Jahr ist Heim-WM – dann probieren wir es noch einmal."
Der Bronzene Dusek strahlte: "Das ist das fünfte Finale bei einem Großevent mit zwei Österreicher am Start – zum ersten Mal ist keiner Vierter. Wir haben den Kreis gebrochen. Es ist so geil, es ist die ganze Familie da. Es könnte nicht schöner sein." Ob heute gefeiert werde? "Ich glaube, dass könnte schon wilder werden – und länger."
ÖSV-Boarder-Sportdirektor Christian Galler über den Erfolg: "Extrem geil, unfassbar. Sowas ist nur möglich, weil alle im Team so eng zusammenstehen."
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