6:2! Salzburg schießt Rapid im Cup-Achtelfinale ab

Mergim Berisha und seine Kollegen jubeln über den Kantersieg gegen Rapid.
Mergim Berisha und seine Kollegen jubeln über den Kantersieg gegen Rapid.Picturedesk
Red Bull Salzburg fertigt den SK Rapid im Achtelfinale des ÖFB-Cups ab. Die Hütteldorfer gehen mit 2:6 unter.

Salzburg steht im Viertelfinale des ÖFB-Cups! Die Bullen überrollten den SK Rapid mit drei frühen Toren schon in Halbzeit eins und bezwangen die Wiener am Mittwochabend in der Red Bull Arena schlussendlich mit 6:2.

Schläfrige Rapidler

Rapid startete nach der missglückten Rotation gegen die WSG Tirol (0:3) ausgeruht in die Partie, verschlief dafür den Start. Salzburg, beflügelt vom Sieg im Topspiel gegen den LASK (3:1), zog nach einer ruhigen Anfangs-Viertelstunde das Tempo an und erwischte die Gäste damit auf dem falschen Fuß.

Dominik Szoboszlai traf in Minute 16 nach einer sehenswerten Kombination über mehrere Stationen zur Führung. Nur drei Minuten später legte Mergim Berisha nach (19.). Sekou Koita traf in Minute 23 zum zwischenzeitlichen 3:0.

Rapid sollte sich von diesem Schock nie erholen. Die Hütteldorfer fanden in Folge zwar besser in die Partie, gewannen mehr Zweikämpfe und hatten mehr vom Ball als zuvor. Aber auch, weil die Bullen das zuließen. Vor der Pause verkürzte Taxi Fountas per Elfmeter auf 1:3 (45+1.). Rasmus Kristensen hatte ihn zu Fall gebracht.

Salzburg-Spielmacher Zlatko Junuzovic: "Wir müssen uns nur die letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit ankreiden lassen. Aber wir sind weitergekommen und das Ergebnis geht in Ordnung. Wir haben den LASK geschlagen, Rapid geschlagen. Jetzt noch den WAC dann geht’s in den verdienten Urlaub."

Bullen kontrollieren zweite Hälfte

Nach dem Seitenwechsel zogen die Bullen das Tempo an und erhöhten durch Patson Daka in der 74. Minute auf 4:1.

Als Rapid durch einen sehenswerten Weitschuss von Maximilian Ullmann noch einen Funken Hoffnung schöpfte (79.), kamen die Salzburger erneut auf. Maxi Hofmann sah für ein Foul an der Strafraumgrenze Gelb-Rot, Mohamed Camara verwertete den Elfmeter zum 5:2 (83.). Es hätte wohl Freistoß statt Elfmeter geben müssen. Kristensen sorgte in der 87. Minute für den 6:2-Endstand und ein Debakel für den österreichischen Rekordmeister.

Salzburg feierte den 14. Cup-Sieg in Folge und zog ins Viertelfinale ein. Im letzten Bundesliga-Aufeinandertreffen hatte Rapid dem amtierenden Meister in Wien noch ein Unentschieden abgerungen.

Nächster Gegner von Salzburg: Austria Wien. Trainer Jesse Marsch: "Das ist eine gute Mannschaft, wird sicher nicht einfach."

Kühbauer erklärt Niederlage

Rapid-Trainer Didi Kühbauer analysierte die Niederlage: "Erste Halbzeit haben sieben Minuten gereicht. Da haben wir uns dermaßen schlecht verhalten, das 0:3 kassiert. Wir schaffen es momentan nicht ohne Fehler, haben billige Tore gekriegt."

Kühbauer weiter: "Man weiß genau, dass Salzburg offensiv Qualitäten hat. Wir waren blauäugig, haben den Kopf nach dem 0:1 verloren und Salzburg nützt das eiskalt aus. Wir müssen uns leider vom Cup verabschieden. Salzburg hat wieder einmal gezeigt, dass sie eine gute Mannschaft sind."

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