Am Freitag Dritte, am Samstag Start-Verzicht, am Sonntag Zweite – Conny Hütter hat beim ersten Speed-Wochenende der Ski-Damen die Schlagzeilen auf ihrer Seite.
Zwei Hundertstel fehlten der 30-jährigen Steirerin beim Super-G von Lake Louise (Kan) auf die Bestzeit von Corinne Suter (Sz). Für die ÖSV-Athletin fühlte sich das Ergebnis dennoch wie ein Sieg an. "Gestern war es bitter, aber ich kann meinem Bauchgefühl und Herzen vertrauen und das bestärkt in solch schwierigen Situationen. Im Leben kommt alles zurück, auch die zwei Hundertstel."
Nur 24 Stunden vorher ließ Hütter die zweite Abfahrt aus – sie spürte kein Vertrauen in ihren Körper. "Es geht mir einfach nicht gut, vom Kopf her, vom Knie. Es passt mit den Augen nicht", hatte sie gesagt. Die Spätfolgen einer im März bei einem Sturz erlittenen Gehirnerschütterung.
Rang drei beim ersten Saison-Super-G eroberte Ragnhild Mowinckel (+0,16, Nor), die ein Zehntel vor Mirjam Puchner (+0,26) abschwang. Ramona Siebenhofer wurde Siebente (+0,51). Nina Ortlieb, die am Vortag Abfahrts-Zweite war, schied aus.