"Sebastian" und "Norbert" sehr harmonisch

Fünf x zwei zum Zweiten: Am Küniglberg fand Mittwochabend eine weitere Runde der ORF-Speed-Duelle der Spitzenkandidaten statt. Dabei gab es gleich zwei Premieren.
Zwei Drittel der 15 Live-Duelle im ORF sind geschlagen. Im Gegensatz zur vorigen Woche verzichteten die Parteien diesmal auf ihr Recht, einen Joker zu nominieren.

So feierten VP-Chef Kurz und FP-Chef Hofer Premiere. Sie mussten je zwei Mal ran, zum Abschluss sogar gegeneinander.

Weiter ohne Joker: die SPÖ. Sie schickt erst nächste Woche Jörg Leichtfried statt Pamela Rendi-Wagner zum Duell mit Peter Pilz. Übrigens: Wie zuletzt wurde die Stehordnung auch dieses Mal vor der Sendung ausgelost.

CommentCreated with Sketch.43 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Viel Klima und auch ein bisserl Migration

Gleich beim ersten Thema Klima warf Grün-Chef Werner Kogler ÖVP-Chef Sebastian Kurz "mutloses Agieren" vor. Der wiederum sah beide Parteien im Ziel Klimaschutz geeint. Eine CO2-Steuer lehnt er aber weiter ab.

Kleiner Seitenhieb von Kurz, als Kogler beim Thema Flüchtlinge nicht gleich antwortet: "Über Migration redet er nicht so gerne."

Marxist Pilz und ein großer Abwesender

Sanft lächelnd und ruhig debattierten Pilz und Hofer zunächst über Identitäre und Islam-Extremisten. Der "Jetzt"-Politiker attackierte vor allem den abwesenden Kickl. Doch als Hofer Pilz einen "Marxisten" nannte, kam kurz Emotion in das Duell. Bei der abschließenden Steuerdebatte beruhigten sich die zwei wieder.

Einiges Chaos beim reinen Damen-Duell

Viel durcheinandergeredet wurde beim Duell zwischen SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner und Neos-Obfrau Beate Meinl-Reisinger.

Trotzdem gab's weder beim Thema Vermögenssteuer noch beim SPÖ-Vorschlag einer "Mietensteuer" Einigkeit. Einzig die Abschaffung der kalten Progression halten beide Kandidatinnen für notwendig.

Ach, Werner: Pilz und die grünen Schatten

Zum Start glaubte man sich vor lauter Harmonie bei einem grünen Stammtisch. Dann funktionierte Pilz das Tratscherl zum Therapiegespräch um. Der Ex-Grüne nannte Kogler beim Vornamen, bedauerte, dass die Grünen gegen ein Kopftuchverbot seien und man sich daher "leider" getrennt habe. Kogler nahm's gelassen.

Herbert Kickl und eine Paar-Therapie

Das "per Du"-Duell zwischen Kurz und Hofer widmete sich viel der Vergangenheit. Beide lobten die Zusammenarbeit.

Großer Abwesender: Herbert Kickl. Kurz bleibt dabei, dass der nicht mehr Minister werden kann: "Sicher nicht." Hofer hofft, sich mit einem "Rucksack an Stimmen" in dieser Frage doch durchzusetzen.



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