Nächster Rückschlag für Rapid! Drei Tage nach dem Europa-League-Aus kassierten die Hütteldorfer in der zehnten Bundesliga-Runde eine 0:3-Heimpleite gegen die WSG Tirol. Die Grün-Weißen verpassten damit die Chance, ganz vorne mitzumischen, rutschten hinter Sturm auf Rang vier zurück. Wattens ist bereits Fünfter.
Rapid-Trainer Didi Kühbauer rotierte seine Startelf im Hinblick Cup-Achtelfinale gegen Salzburg (Mi.) ordentlich durch, schenkte den Youngsters Yusuf Demir, Melih Ibrahimoglu, Lion Schuster und Leo Greiml das Vertrauen. Der Schuss ging nach hinten los. Schon nach fünf Minuten lagen die Hausherren mit 0:1 zurück. Und wie so oft in dieser Saison nahm das Unheil nach einer Standard-Situation seinen Lauf. David Schnegg schloss eine fein einstudierte Variante mit einem satten Schuss ins Kreuzeck ab.
Reaktion von Rapid? Fehlanzeige! Die stark verjüngte Truppe, die mit Taxi Fountas, Thorsten Schick und Mario Sonnleitner aber auch genug Routine am Rasen hatte, tat sich schwer, Chancen zu kreieren – und fing sich sogar das 0:2 ein. Ausgerechnet Ex-Rapidler Thanos Petsos versenkte einen platzierten Flachschuss von der Strafraumgrenze. Und: Auch diesmal ging dem Gegentreffer ein Eckball voraus.
Rapid musste bis zur 39. (!) Minute auf die erste Chance warten. Fountas scheiterte alleine vor Wattens-Keeper Ferdinand Oswald.
Kühbauer reagierte nach der Pause mit einem Dreifach-Tausch, brachte Kelvin Arase, Mateo Barac und Ercan Kara für Ibrahimoglu, Sonnleitner und Demir. Seine Pläne wurden aber rasch zunichte gemacht. Filip Stojkovic kassierte von Schiedsrichter Markus Hameter Rot (49.), weil er seinen Arm im Gesicht eines Gegners parkte – ob Absicht oder nicht, war schwer auszumachen. Fakt ist: Der Rechtsverteidiger verpasst damit den Cup-Kracher gegen Salzburg.
Mit einem Mann mehr und 2:0-Führung spielte Wattens groß auf. Fabian Koch traf die Latte (52.), Florian Rieder die Stange (54.).
Doch auch auf der Gegenseite "schepperte" es: Kara scheiterte nach Fountas-Vorarbeit aus kurzer Distanz am Pfosten (58.).
Rapid versuchte, das Ruder herumzureißen – doch es gelang nicht. Nach einer Attacke an Fountas hätte es zwar Elfmeter geben können, doch es setzte im Finish das 0:3. Baden Frederiksen traf mit einem schönen Schuss zum 3:0 (90.). Dabeu blieb es.