Fussball

Aufstiegstraum lebt! Rapid erzittert 4:3 gegen Dundalk

Rapid hat sich in der Europa League nach einem zähen Spiel am Ende mit 4:3 gegen Dundalk durchgesetzt. Erst in den letzten Minuten gab es drei Punkte.
Phillip Platzer
05.11.2020, 18:23

Hartes Stück Arbeit für Rapid! Bis zur 86. Minute sah es nach einem blamablen Unentschieden gegen Dundalk aus, dann erlösten Hofmann und Demir die Grün-Weißen. Der Traum vom Aufstieg lebt wieder.

Die Partie in Hütteldorf begann denkbar ungünstig für die Grün-Weißen. Bei einem Kopfball von Patrick Hoban rutschte Tormann Paul Gartler aus, die Kugel war in der 7. Minute im Netz - das frühe 1:0 spielte Dundalk in die Karten. Rapid wirkte hektisch im Spielaufbau, erst ein Weitschuss-Hammer von Kapitän Dejan Ljubicic (22.) brachte den 1:1-Ausgleich.

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Es war eine zähe erste Hälfte, die Iren versteckten sich auch nicht, Hoban hatte sogar die Chance auf die neuerliche Führung. Bei Rapid hatten Ercan Kara und Christoph Knasmüllner die besten Möglichkeiten - der Mittelfeld-Mann scheiterte aus drei Metern am Dundalk-Goalie - 1:1 zur Pause.

Rapid präsentierte sich auch zu Beginn der zweiten Hälfte in der schwachen "Europacup-Form", kam Mal um Mal nicht durch. Tormann Gartler brach Verteidiger Mateo Barac bei einem verunglückten Abwehrversuch die Nase - für ihn kam Mario Sonnleitner.

Erst in der Schlussviertelstunde kam mit der Hereinnahme von Yusuf Demir Schwung ins Spiel der Grün-Weißen. Nach einer scharfen Flanke von Thorsten Schick stand Kelvin Arase in der 79. Minute goldrichtig und staubte nach einer schlechten Abwehr zum 2:1 ab. Davor gelang dem flinken Flügel fast überhaupt nichts.

Doch der Jubel in Hütteldorf verstummte sofort wieder, Sonnleitner stellte sich im Strafraum sehr plump an, verursachte einen Elfmeter. Gartler war gegen David McMillan zwar dran, das Leder rutschte aber durch - 2:2 nach 81 Minuten.

Sonnleitners Abwehrkumpel Maxi Hofmann sorgte dann doch noch für ein Happy End. Der Verteidiger war beim nächsten Goalie-Patzer mit dem Kopf zur Stelle und besorgte das hart erkämpfte 3:2 (86.). Demir krönte seine tolle Leistung mit dem 4:2 in der Nachspielzeit - das war auch nötig, denn es gab noch einmal Elfer für Dundalk - McMillan netzte praktisch mit dem Schlusspfiff zum 4:3 vom Punkt ein.

Mit dem ersten vollen Erfolg lebt der Aufstiegstraum der Hütteldorfer wieder, es muss aber auf jeden Fall eine Leistungssteigerung her in den verbleibenden Spielen gegen Dundalk (auswärts), Arsenal (auswärts) und Molde (heim).