Fussball

Sturm schießt Aufsteiger ab, Salzburger mühen sich

Ein Kantersieg für Sturm Graz. Die Steirer fertigten Bundesliga-Aufsteiger Blau-Weiß Linz in der fünften Bundesliga-Runde mit 4:1 ab. 

Heute Redaktion
Sturm Graz jubelt über den Erfolg gegen Aufsteiger Blau-Weiß Linz.
Sturm Graz jubelt über den Erfolg gegen Aufsteiger Blau-Weiß Linz.
Gepa

Der polnische Torjäger Szymon Wlodarczyk (1., 61.), William Böving (7.) und Manprit Sarkaria per Elfmeter (76.) erzielten die Treffer für die nur phasenweise drückend überlegenen Steirer. In einer kurzen Schwächeperiode der Steirer sorgte David Affengruber in der 54. Minute mit einem Eigentor für den Linzer Ehrentreffer. 

Die Tabellenspitze hält weiterhin Red Bull Salzburg, die Bullen gewannen auch das fünfte Saisonspiel, verwandelten einen Rückstand in Wolfsberg noch in einen 2:1-Erfolg. Samson Baidoo (60.) und Sekou Koita (73.) ließen die Gäste im zweiten Durchgang jubeln, nachdem Mohamed Bamba (41.) für die Kärntner traf. Während Salzburg vor Sturm Erster ist, rutscht der WAC auf Rang sechs ab, Blau-Weiß Linz ist weiterhin Letzter. 

Klarer Sturm-Erfolg

In der Grazer Merkur Arena sorgten die Steirer früh für klare Fronten. Schon der erste Abschluss der Steirer saß. Wlodarczyk kam nach gerade einmal einer Minute unbedrängt zum Abschluss, Keeper Nicolas Schmid konnte den Ball nicht klären (1.). Böving erhöhte in der siebten Minute dann auf 2:0, hämmerte einen zu kurz geklärten Ball, den Stefan Haudum abfälschte, in die Maschen.

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    Diese Fußball-Stars wechselten im Sommer 2023 nach Saudi-Arabien.
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    PIERRE-PHILIPPE MARCOU / AFP / picturedesk.com

    Sturm verwaltete bei Temperaturen jenseits der 30 Grad Celsius die Führung, ohne allerdings gefährlich zu werden. Das brachte dem Bundesliga-Aufsteiger, der sich nach dem totalen Fehlstart in die Partie kämpfte, in der 54. Minute den 1:2-Anschlusstreffer, der Abschluss von Julian Gölles an die Stange sprang auf Affengruber und vom Grazer Verteidiger über die Linie.

    Nach dem Gegentreffer-Weckruf erhöhten die Steirer noch einmal die Schlagzahl. Es dauerte nur sieben Minuten, bis neuerlich Wlodarczyk zuschlug, den alten Zwei-Tore-Vorsprung wieder herstellte, der Pole nickte einen Corner zum 3:1 ein (61.). Sarkaria sorgte in der 76. Minute beim Comeback nach überstandener Oberschenkelverletzung dann per Elfmeter für das 4:1. Der Grazer holte den Strafstoß selbst heraus. Wlodarczyks vermeintlich dritter Treffer zählte nach einer Abseitsstellung nicht (86.).

    Salzburg dreht das Spiel

    In Wolfsberg agierten die Salzburger vom Anpfiff an tonangebend. Die schnelle Führung durch Dijon Kameri verhinderte in der fünften Minute die Stange, der Abschluss von Mads Bidstrup verfehlte sein Ziel drei Minuten später nur hauchdünn (8.). Dorgeles Nene fälschte einen Distanz-Kracher von Oscar Gloukh in der 34. Minute weit am Tor vorbei ab. Die Bullen ließen zwar den Ball laufen, wurden aber nach der starken Anfangsphase zu selten gefährlich.

    Das ermöglichte den Kärntnern, die auf Konter lauerten, die 1:0-Führung. Einen weiten Einwurf von Scott Kennedy verlängerte Dominik Baumgartner unfreiwillig mit der Schulter, Bamba stand goldrichtig, drückte den Ball volley aus vier Metern über die Linie (41.).

    Die Bullen kämpften sich dann nach dem Seitenwechsel zurück in die Partie, Baidoo sorgte nach einem Eckball von Maurits Kjaergaard in der 60. Minute für den Ausgleich. Und Koita schoss nach Fernando-Vorlage zum 2:1-Erfolg der Mozartstädter ein (73.), Kennedy hob zuvor das Abseits auf. In einer hektischen Schlussphase sah Augustine Boakye noch Gelb-Rot (91.).

    Klare Verhältnisse im "Ländle"-Derby

    Das packende Vorarlberg-Derby zwischen Austria Lustenau und Altach endete mit einem klaren 3:0-Erfolg der Rheindörfler. Den Torreigen eröffnete ausgerechnet Lustenau-Keeper Domenik Schierl, der sich den Ball bereits in der zweiten Minute bei einer Flanke selbst ins Tor schlug. Auch beim 0:2 sah der Schlussmann nicht gut aus, lenkte einen Schuss von Lukas Gugganig an die Stange, Christian Gebauer sprintete zum Ball und schob zum 2:0 ein (25.). Paul-Friedrich Koller sorgte in der 56. Minute dann für die Entscheidung, stand nach einem zunächst geklärten Eckball im Strafraum goldrichtig und verwertete eine Gustavo-Hereingabe. Die Altacher schoben sich nach dem zweiten Saisonsieg auf Rang vier vor, während Lustenau Zehnter bleibt.

    Rund zehn Minuten vor dem Ende des Spiels musste das Derby nach einer Pyro-Choreographie der Lustenauer Fans kurzfristig unterbrochen werden, konnte aber schnell wieder fortgesetzt werden.