"Das Match in Wien lautet Ludwig gegen Strache"

Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache gab beim Aschermittwochstreffen der DAÖ in der Wiener Prater Alm offiziell seine Kandidatur für die Wien-Wahl bekannt.
"Das Match in Wien wird - mit eurer Unterstützung - Bürgermeister Ludwig gegen HC Strache lauten." Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hat am Mittwochabend beim Aschermittswochstreffen der DAÖ (Allianz für Österreich) seine Kandidatur bei der Wien-Wahl offiziell gemacht.

"Es wird einen Neustart mit mir geben"

Das Treffen in der Prater Alm hatte ihn als Hauptredner angekündigt. Die Info, dass Strache tatsächlich vor seinem politisches Comeback steht, war auch schon im Vorfeld durchgesickert. Trotzdem ließ er seine Anhänger warten, redete knapp 75 Minuten lang, bis er die für die Anwesenden frohe Kunde verkündete.

"Ja, es wird einen Neustart mit mir geben", bestätigte der nach dem Ibiza-Skandal zurückgetretene Politiker. Der Saal dankte es ihm mit Jubel und Sprechchören ("HC! HC! HC!"). Einer rief: "Du warst der beste Vizekanzler Österreichs."

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"Ich lebe"

Strache bemühte sich auch, Unterschiede zur letzten FPÖ-Spaltung in Knittelfeld herauszuarbeiten. "Jörg Haider hat damals die FPÖ verlassen. Bei mir ist es umgekehrt. Mich haben meine bisherigen Wegbegleiter verlassen und haben selbst eine Spaltung verursacht."

Anders als Haider (der, wenn er noch am Leben wäre, sicher noch politischen Erfolg hätte), könne Strache auch noch im Jahr 2020 für seine Ideale kämpfen. Denn: "Ich lebe", versicherte er.

+++ Parallel zu Straches Rede sprach übrigens auch die FPÖ-Chef Norbert Hofer beim traditionellen Aschermittwoch der Freiheitlichen in Ried. Hier alle Infos. ++

Spannung bleibt

Alle Karten legte Strache am Mittwochabend aber noch nicht auf den Tisch. Grinsend, meinte er, dass gewisse Dinge noch eine Überraschung bleiben werden. Etwa der Parteiname und die Ausgestaltung der "Bürgerbewegung", auf deren Basis Strache in die Wahl ziehen will.

Diese Dinge will er, nachdem er sie gemeinsam mit DAÖ-Gründer Karl Baron ausgearbeitet hat, in einigen Wochen bei einer Präsentation preisgeben.

Video: Straches Aschermittwoch-Rede bei der DAÖ



Paradethemen

Vor Straches Ankündigung sprach er 75 Minuten lang über Themen, die ihm am Herzen liegen. Da war von allem etwas dabei: Strache ist für Kreuze in den Klassenzimmern, gegen Rauchverbot, GIS-Gebühr und die grüne Verbotskultur.

Er glaubt auch weiterhin nicht wirklich an den Klimawandel. Dieser sei weit weniger gefährlich für unsere Gesellschaft wie der politische Islam.

Scherze über die Gegner

Obwohl Strache mehrmals meinte, er wolle bei seiner politische Reise "nicht in den Rückspiegel schauen", waren doch einige Seitenhiebe auf politische Gegner und einstige Parteifreunde dabei.

"Ich bin das Original und nicht die, die jahrelang in meinem Windschatten mitgeschwommen sind", sagte er etwa über die FPÖ, die teils ohne Ziel "herumschlingern" würde. Den oberösterreichischen Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner (FPÖ) bezeichnete er als "Schoßhund". Bei seiner Ex-Partei fehle ein Mastermind.

Witzig sollte auch der Vergleich zwischen Bürgermeister Michael Ludwig und seinem Vorgänger Michael Häupl sein. Müsste man beiden ein Getränk zuordnen, so wäre Häupl "natürlich ein Spritzwein", Ludwig hingegen nur ein "stilles, abgestandenes Glas Wasser."

Die komplette Rede im Live-Ticker zum Nachlesen



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