Dabei glänzte neuerlich Austria-Stürmer Haris Tabakovic, der seit dem Trainerwechsel zu Michael Wimmer aufblüht, einen Doppelpack schnürte (31., 57./Elfmeter). Manfred Fischer legte in der 62. Minute das 3:0 nach.
Die Wiener bleiben damit weiterhin auf Rang sechs, rücken mit einem Spiel mehr aber bis auf einen Zähler an Platz vier, den Erzrivale Rapid hält, heran. Hartberg bleibt Vorletzter, punktgleich mit Schlusslicht Ried.
Im Parallelspiel legte Vizemeister Sturm Graz einen Bauchfleck hin, musste sich Peter Pacults Austria Klagenfurt mit 1:2 geschlagen geben – die erst zweite Saisonniederlage für die Steirer, während die Kärntner als Siebte weiter von der Meisterrunde träumen dürfen, zwei Zähler hinter den "Veilchen" liegen. Mitverantwortlich dafür waren gleich vier Aluminiumtreffer der Grazer.
Austrias neuer Coach Michael Wimmer vertraute zehn der elf Spielern, die in Lustenau noch mit 0:1 verloren, brachte den wieder fitten Lukas Mühl zurück in die Abwehr-Dreierkette. Auf der Gegenseite bekam Winter-Neuzugang Dominik Prokop gegen seinen Ex-Verein die C hance von Anfang an.
Vor 10.000 Fans in der Generali Arena übernahmen die "Veilchen" schnell das Kommando, Manuel Polster verzog in der 17. Minute aber deutlich, Nikola Dovedan schoss in der 27. Minute Hartbergs Schlussmann Raphael Sallinger an. Doch in der 31. Minute zappelte der Ball dann im Netz, stand Tabakovic bei einem Polster-Stanglpass goldrichtig, drückte den Ball zum 1:0 über die Linie.
Unmittelbar davor verpasste Prokop auf der Gegenseite die Führung der mutig mitspielenden Hartberger, verfehlte das Austria-Tor aber deutlich (27.), einen Patzer von Austria-Schlussmann Christian Früchtl, der einen Schuss von Ruben Providence nicht festhalten konnte, ließ Donis Avdijaj ungenützt (44.). Der deutsche Austria-Keeper wurde schließlich in der Halbzeitpause mit einer Gehirnerschütterung ausgetauscht, er krachte zuvor mit Providence zusammen.
Tabakovic schnürte im sintflutartigen Regen am Wiener Verteilerkreis dann den Doppelpack, verwertete einen Strafstoß klar zum 2:0 (57.). Zuvor legte Jürgen Heil den flinken Reinhold Ranftl. Ein Treffer, der Wirkung zeigte, denn die Oststeirer zerbröselten unmittelbar danach defensiv in ihre Einzelteile. So legte Fischer in der 62. Minute das hochverdiente 3:0 nach, wurde an der zweiten Stange von Dovedan bedient. Zuvor vertändelte Manuel Pfeifer den Ball. Die Austria spielte den klaren Heimerfolg dann locker über die Zeit.
In Graz stand zunächst David Affengruber im Mittelpunkt, brachte zunächst die Steirer in der elften Minute mit 1:0 in Front, sorgte zwei Minuten später mit einem Eigentor für den 1:1-Ausgleich der Klagenfurter. Manprit Sarkaria (38.) und Thorsten Mahrer mit einer verunglückten Klärungsaktion verzeichneten Stangen-Treffer für die Grazer.
Ex-Sturm-Kicker Markus Pink sorgte kurz nach dem Wiederbeginn dann für die kalte Dusche, brachte die Gäste mit 2:1 in Front, nützte eine Vorlage von Simon Straudi eiskalt (54.). Die Antwort der Grazer blieb allerdings aus. Auch, weil Aleks Borkovic in der 71. Minute seinen Kopfball an die Stange setzte und der erst 17-jährige Leon Grgic den Ball in der 85. Minute ebenso an den Pfosten rollte – Sturm verzeichnete damit vier Aluminiumtreffer.