Der erbitterte Rechtsstreit zwischen Hollywood-Stars Blake Lively und Justin Baldoni (42) geht nun in die nächste Runde. Nach einem überraschenden Vergleich im Mai fordert die Schauspielerin nun die volle Erstattung ihrer Anwalts- und Prozesskosten – eine stolze Summe von rund acht Millionen US-Dollar.
In einem am Montag eingereichten Antrag verlangt die 38-Jährige insgesamt 8.035.040,88 US-Dollar (gut sieben Millionen Euro). Davon entfallen 7,5 Millionen auf Anwaltskosten und rund 539.500 US-Dollar auf Gerichts- und Verfahrenskosten.
Wie das Magazin "People" berichtet, habe ein US-Gericht vor rund zwei Wochen zugunsten von Lively entschieden. Baldoni und Wayfarer Studios müssen demnach die Anwaltskosten der Schauspielerin übernehmen.
Die Gegenseite hat nun bis zum 13. Juli Zeit, der Zahlung zuzustimmen oder die Forderung anzufechten. Danach soll der zuständige Richter entscheiden, ob die Summe in voller Höhe oder nur teilweise ausgezahlt wird.
Der Streit reicht zurück zu den Dreharbeiten des Films "Nur noch ein einziges Mal" ("It Ends With Us"). Lively wirft Baldoni, der Regie führte und eine Hauptrolle spielte, sexuelle Belästigung und ein feindliches Arbeitsumfeld vor. Zudem soll er eine gezielte Kampagne zur Rufschädigung gestartet haben.
Baldoni wies alle Vorwürfe zurück und verklagte seinerseits Lively auf 400 Millionen US-Dollar Schadenersatz wegen Verleumdung. Diese Klage wurde jedoch abgewiesen. Im April hatte ein Richter zudem 10 von 13 Klagepunkten aus Livelys ursprünglicher Klage gestrichen, darunter auch die Vorwürfe der sexuellen Belästigung.
Während Livelys Anwälte die Entscheidung über die Anwaltskosten als "vollständigen Sieg" feiern, betonte Baldonis Anwalt, dass das Gericht lediglich eine begrenzte Erstattung für einen einzelnen Anspruch zugesprochen habe. Schadenersatz steht Lively nicht zu.