In der französischen Hafenstadt Nizza ist ein Lkw Donnerstagnacht in eine Menschenmenge gerast. Eine Massenpanik brach auf der Promenade aus. Es gibt über 80 Tote und zahlreiche Verletzte. Der Fahrer, ein in Frankreich lebender Tunesier (31) ist von Sicherheitskräften erschossen worden.
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In der französischen Hafenstadt Nizza . Eine Massenpanik brach auf der Promenade aus. Es gibt über 80 Tote und zahlreiche Verletzte. Der Fahrer, ein in Frankreich lebender Tunesier (31) ist von Sicherheitskräften erschossen worden.
Der Anschlag ereignete sich gegen 22.30 Uhr nach dem Feuerwerk am französischen Nationalfeiertag. Der Lenker nahm laut Augenzeugenberichten auf der berühmten Promenade des Anglais mit seinem weißen Lkw gezielt Kurs auf eine Menschenmenge.
Attentäter fuhr Zickzack
Der Mann am Steuer kam rund zwei Kilometer weit, im Zickzack-Kurs erfasste der Attentäter alle Personen, die ihm in den Weg kamen. Er soll außerdem durch Fenster aus dem Fahrzeug das Feuer eröffnet haben. Sicherheitskräfte erschossen den Täter, der Lkw war nach dem Ende des Attentats regelrecht durchsiebt.
Überall lagen Leichen herum, mittlerweile gehen die Behörden von über 80 Toten aus. Es gibt Dutzende Verletzte, 18 schweben noch in Lebensgefahr. Die Promenade wurde abgesperrt. Zahlreiche Teams von Rettungssanitätern und Augenzeugen versorgten die unzähligen Verletzten.
Le camion qui a foncé sur la foule
— Nice-Matin (@Nice_Matin)
Des armes ont été retrouvées dans le camion
— Nice-Matin (@Nice_Matin)
"Tat mit terroristischem Charakter"
Frankreichs Präsident Francois Hollande sprach von einer "Tat mit terroristischem Charakter". Die Polizei habe "in einer sehr gefährlichen Situation einen Terroristen ausschalten können", sagte Innenminister Bernard Cazeneuve.
Behörden haben die Bewohner von Nizza aufgerufen, in ihren Häusern zu bleiben. Im Todes-Lkw wurde neben zahlreichen Schusswaffen und Granaten auch der Pass eines Franko-Tunesiers gefunden.
Ein Video zeigt, wie auf der Promenade des Anglais der Hafenstadt Hunderte Menschen in Panik flüchten.
Nachdem der Attentäter von Sicherheitskräften erschossen wurde, wurde der Lastwagen durchsucht. Beim Lenker wurden ein Schusswaffe sowie eine nicht funktionsfähige Granate und mehrere Waffenattrappen gefunden.