Wien

"Lobau bleibt"-Bewegung kündigt neue Proteste an

Monatelange Proteste kündigen die Aktivisten nach dem SPÖ-Parteitag an. Dort wurde auch innerhalb der Partei Kritik zur Stadtstraße laut.

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Klimaaktivsten mehrer Organisationen protestieren während des SPÖ-Parteitages in Wien.
Klimaaktivsten mehrer Organisationen protestieren während des SPÖ-Parteitages in Wien.
System Change not Climate Change

Nach der erneuten Baustellen-Besetzung in der Hausfeldstraße mobilisierten Klimaaktivisten, um anlässlich des SPÖ-Parteitags zu demonstrieren. Über 1.500 Teilnehmer protestierten gegen den Bau der Stadtstraße und die "Betonpolitik" von Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ). Beim Landesparteitag bekräftigte die Partei ihr Festhalten an dem Straßenprojekt – trotz Kritik aus den eigenen Reihen.

Junge Generation gegen "Tunnelblick" der Parteispitze

Die Bezirksorganisation Alsergrund und die Junge Generation sprachen mit dem Antrag "Zukunftsperspektive statt Tunnelblick" gegen den Straßenbau aus. Das Projekt sei laut Antragstellern "nicht nachhaltig und nicht sozial" und sollte daher nicht umgesetzt werden. Der Antrag wurde abgelehnt, stattdessen fand ein Leitantrag der Parteispitze für den Bau eine breite Mehrheit.

"Lobau bleibt" kritisiert den Beschluss von "SPÖ-Abgeordneten überwiegend älterer Generationen", während gleichzeitig besonders junge Menschen dagegen auf die Straße gingen. Für Empörung sorgte der Donaustädter Bezirkschef Ernst Nevrivy, der die Demonstrierenden als "Heisln da draußen" beschimpfte. "Wir werden immer wieder kommen und wie Sand im Getriebe bleiben, solange die antisozialen Autobahnprojekte nicht gestoppt sind", bekräftigte Sprecherin Lucia Steinwender per Aussendung.

Gegenüber "Heute" kündigt Steinwender an, sich mit anderen Klimabewegungen verbünden zu wollen, um die Proteste in den kommenden Monaten auch in andere Städte zu tragen. "Die Entscheidung der SPÖ Wien ist inakzeptabel – aber wir werden unseren Widerstand fortsetzen, bis die Projekte abgesagt sind und eine echte Mobilitätswende eingeleitet wird", so auch Lena Schilling vom Jugendrat.

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