Lockdown – aber nicht alle Lehrer lassen Milde walten

Bildungsminister Faßmann (ÖVP)
Bildungsminister Faßmann (ÖVP)Helmut Graf
Nach der Verlängerung des Schul-Lockdowns ist ein Streit entbrannt. Die Lehrer wollen weniger Betreuung anbieten, die Elternvertreter protestieren.

Am 25. Jänner hätten die Schulen wieder aufsperren sollen, das war der Plan von Bildungsminister Faßmann. Jetzt wird es der 8. Februar – vielleicht… Bis dahin gibt es nur ein Betreuungsangebot, um das jetzt auch noch gestritten wird:

Lehrer wollen nicht mehr...

Lehrergewerkschafter Paul Kimberger forderte, dass in den Schulen nur Kinder von Eltern in systemrelevanten Berufen (Gesundheitswesen, etc.) betreut werden sollen.

...Eltern auch nicht

Die Elternvertreter an den öffentlichen Pflichtschulen widersprechen: "Alle Eltern sind systemrelevant. Alle, die es brauchen, müssen ihre Kinder schicken können", erklärt deren Sprecherin Evelyn Kometter gegenüber "Heute".

Lehrer lernunwillig?

Die Elternvertreterin schießt scharf: Viele Lehrer würden sich die Anforderungen beim Distance-Learning nicht aneignen wollen, kritisiert Kometter. Den Anteil dieser "schwarzen Schafe" in der Lehrerschaft schätzt sie auf "60 Prozent über alle Schultypen".

Ferienbetreuung

In Wien wird in den Semesterferien immerhin "Ergänzungsunterricht" für Schüler mit Nachholbedarf angeboten. Für Studierende, die diesen abhalten, gibt's dafür bis zu 730 Euro brutto.

Nicht alle Lehrer wollen beim Zeugnis milde sein

Teilt heuer der Briefträger die Zeugnisse aus? Da die Schulen vor den Ferien nicht mehr aufsperren, ist offen, wann die Kinder ihre Schulnachrichten erhalten – möglicherweise mit der Post. Derzeit sieht es aber so aus, als würden sie diese erst mit Wiederbeginn der Schule bekommen. Gespräche darüber laufen.

Nicht nur der Termin der Zeugnisverteilung ist offen, auch die Frage nach der Härte bei der Beurteilung ist nicht restlos geklärt – trotz Aufforderung von Minister Faßmann, Milde walten zu lassen. Mangels Schularbeiten, Tests und Anwesenheit eine gute Idee, die aber nicht bei allen Lehrern Gehör findet. Auch die Maturanten fordern Nachsicht, wollen, dass die mündliche Matura wie bereits 2020 nur freiwillig absolviert werden kann.

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