Lockdown-Ende am 19. Mai – viele Fragen offen

Leere Kärntnerstraße
Leere Kärntnerstraßeviennaslide / picturedesk.com
Am 19. Mai öffnen in Österreich Gastro, Kultur, Tourismus und Sport! Die Freude über das Lockdown-Ende ist groß, viele Punkte sind aber noch unklar.

Genau am 19. Mai, am Mittwoch vor Pfingsten, sperrt Österreich wieder auf! Sämtliche Branchen, angefangen von der Gastronomie und der Kultur bis hin zum Tourismus und dem Sport, können dann endlich wieder starten. An den Schulen soll der Präsenzunterricht bereits am 17. Mai beginnen, die genauen Details zur Rückkehr in die Klassen wird Bildungsminister Heinz Faßmann Samstagvormittag in einer Pressekonferenz erklären.

Die Öffnung der einzelnen Bereichen wird allerdings von strengen Auflagen und Sicherheitskonzepten begleitet. Basis für einen Zutritt, etwa in ein Konzert oder Sport-Veranstaltung, ist der "Grüne Pass" für Geimpfte, Getestete oder Genesene. Und auch beim Urlaub im In- oder Ausland wird der Pass eine zentrale Rolle spielen. Die Freude der Branchen über das Ende des Lockdowns ist natürlich groß, es müssen aber noch einige Fragen geklärt werden.

"Kein Betrieb ist auf 2-Meter-Abstand ausgelegt"

Die für 19. Mai angekündigten Öffnungsschritte vergleicht ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer mit einer Tür: "Dahinter liegen Chancen für Zehntausende Betriebe und Hunderttausende Beschäftigte in Tourismus und Gastronomie, Sport und Kultur, Airlines und Flughäfen. Und Herausforderungen! Damit wir die meistern können, darf nach dem Mega-Lockdown kein Sand ins Getriebe kommen", fordert Reitterer einen Fahrplan für die kommenden Monate.

"Ja zum Fahren mit angezogener Handbremse bis alles ins Laufen kommt. Doch dann sollten wir rasch ein, zwei Gänge hochschalten. Denn kein Betrieb ist auf den 2-Meter-Abstand ausgelegt", fordert sie die rasche Rückkehr zu einer auch wirtschaftlich vertretbaren Auslastung: "Denn die ist der Schlüssel zur Beschäftigung. Da kann es kein anderes Ziel geben, sobald es die Infektionslage hergibt."

Weg mit Quarantäneregeln

Der Weg zu diesem Ziel führt über Impfungen, den Wegfall der Quarantäneregeln und den Grünen Pass. Hier ist noch ein ganzes Bündel technischer und rechtlicher Fragen offen: Wann kommt er, mit welchen Tools verarbeiten die Hoteliers die Informationen, wann und woher bekommen sie die Hard- und Software? Welche Drittstaaten werden assoziiert, wo soll geworben werden? Werden arabische, britische, chinesische, US-amerikanische Impfzertifikate vor Reiseantritt oder erst auf Flughäfen in Grünen EU-Pässe umgewandelt?

Antworten darauf sind dringend nötig: "Kapseln wir uns nicht länger von der Welt ab. Mit dem Impftempo und unseren Hygienestandards schaffen wir das!" Als Beweis dafür führt Reitterer die erstaunliche Erfolgsgeschichte vom letzten Sommer an und aktuell die der Modellregion Vorarlberg ohne eine einzige Infektion im gewerblichen Bereich seit Beginn der Öffnung: "Die gewerblichen Betriebe sind safe!"

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