Lockdown-Ende – ist das der Geheimplan für 7. Dezember?

Shopping Wahnsinn – so sah es kurz vor dem Lockdown aus.
Shopping Wahnsinn – so sah es kurz vor dem Lockdown aus.Leserreporter
Noch eine Woche "harter Lockdown" – doch was kommt dann? Auch die Adventzeit dürfte nicht so viele Möglichkeiten bereithalten, wie in anderen Jahren.

Bis inklusive 6. Dezember ist Österreich noch im zweiten Lockdown – doch auch der Nikolaus dürfte 2020 nicht die ersehnte Freiheit bringen. Die Zahlen sind in der letzten Woche zwar deutlich hinuntergegangen, aber nicht so stark, wie es eigentlich nötig gewesen wäre. Für die Gastronomie bleiben die Aussichten daher auch im Advent wenig feierlich. Eine definitive Entscheidung soll am Mittwoch im Ministerrat fallen, einiges zeichnet sich jedoch schon ab. Die Details:

Die Corona-Zahlen: Mathematiker Erich Neuwirth rechnete für den TV-Sender Puls24 kürzlich – wie berichtet – hoch, dass die Zahl der täglichen Coronazahlen bis 7. Dezember (Lockdown-Ende) auf 2.700 Neuinfektionen pro Tag absinken dürften. Deutlich zu hoch. Steckte sich Österreich dasselbe (ambitionierte) Ziel wie Deutschland (7-Tages-Inzidenz von 50) müssten sie auf 640 neue Fälle pro Tag absinken. Davon sind wir derzeit weit entfernt

➤ Handel: Das einzige, das tatsächlich am 7. Dezember öffnen dürfte, ist der Handel. Ein halbwegs normales Weihnachtsgeschäft soll heuer möglich sein, wenngleich für Geschäfte ein rigides Personenlimit (10 Quadratmeter pro Kunde in kleineren, 20 in größeren Geschäften) gelten soll. Auch in Shoppingzentren sollen sich die langen Warteschlagen, die man vor dem Lockdown gesehen hat, tunlichst nicht wiederholen.

➤ Schulen: Die Regierung hat ein Versprechen abgegeben: Das Erste, das nach dem Lockdown mit dem Handel hochgefahren werden soll, sind unsere Schulen. Dafür werden in einem Massentest neben den sozialen Diensten und der Polizei auch Lehrer auf das Coronavirus getestet. Wie jene rund 1,5 Prozent, die dann schätzungsweise einen Positiv-Befunde bekommen dürfte, ersetzen soll, wird derzeit im Unterrichtsministerium intensiv überlegt. Ebenfalls debattiert wird, dass nur die Pflichtschule zum Präsenzunterricht zurückkehrt, ältere Schüler vorerst mit Distance Learning das Auslangen finden sollen. In den Klassenzimmer wird Maskenpflicht herrschen, Lehrer, die den Test spritzen, sollen sogar FFP-2-Maske tragen. Auch, wie die Klassenzimmer weniger dicht besetzt werden können (Schichtbetrieb, Auslagerung in externe Räume) ist Gegenstand von Überlegungen.

Fitnesscenter: Diese dürften wohl auch noch im Dezember geschlossen bleiben.

Körpernahe Dienstleistungen: Hier ist man noch nicht ganz sicher. Friseure, Kosmetik- und Tattoostudios könnten aber noch länger im Shutdown verharren.

Kultur-Events und Museen: Opern, Theater, Museen und Co. dürften in einem ersten Öffnungsschritt zu bleiben.

Weihnachten: Auch das Fest wird heuer kleiner als sonst ausfallen. Es soll – wie in Deutschland – im engsten Kreis tatsächlich zu einer stillen Nacht werden.

Ski: Kaum ein Thema wird in Österreich derzeit hitziger diskutiert, gestern warf sich sogar Altkanzler Wolfgang Schüssel in die Ski-Schlacht. Nun berichtet die "Krone" von einem geheimen Regierungsplan. Dieser sieht offenbar vor, dass die Skilifte vor Weihnachten für die Einheimischen geöffnet werden. Hütten sollen laut der Tageszeitung aber zu bleiben, Après Ski zudem strikt tabu bleiben. 

Beherbergungsbetriebe: Daher sollen auch Hotels noch vor Weihnachten aufsperren dürfen – allerdings ohne Barbetrieb.

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