Politik

"Lockdown für Ungeimpfte reicht nicht" – was nun droht

Schon 333 Menschen liegen auf der Intensivstation, am Freitag kommen daher Verschärfungen. Ärzten reicht ein Lockdown für Ungeimpfte nicht.

Robert Zwickelsdorfer
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Gesundheitsminister Mückstein
Gesundheitsminister Mückstein
Helmut Graf

Wie kommen wir aus der vierten Welle heraus? "Die nächsten Tage werden entscheidend", hätte Ex-Gesundheitsminister Anschober wohl gesagt:

Heute, Donnerstag: Wien berät

In der Bundeshauptstadt – schon bisher Vorreiter bei harten Maßnahmen – trifft sich Bürgermeister Ludwig mit Experten aus Gesundheit, Medizin und Prognostik. Angesichts steigender Zahlen scheinen strengere Regeln schon vor Ablauf der geltenden Verordnung (Ende November, Anmerkung) wahrscheinlich.

Morgen, Freitag: Landeschefs bei Kanzler

Ab 18 Uhr beraten Kanzler Schallenberg und Gesundheitsminister Mückstein mit den Landeshauptleuten die weiteren Schritte. Um 20 Uhr will man die Ergebnisse präsentieren. "Heute" hat den Fahrplan. Was nun geplant ist:

"Vereinheitlichungen"

Der Regel-Fleckerlteppich könnte bereinigt werden, so Mückstein. Problem: Das Impf-Musterland Burgenland, das am 11. November öffnen will. Verbietet der Bund das, signalisiert er der Bevölkerung damit, impfen bringt nichts.

3. Stich

Nach "Heute"-Infos will der Kanzler vor allem auf Booster-Impfungen setzen.

3. Stufe

Die Stufen zwei und drei dürften ab Montag zusammengelegt werden. 2,5G (geimpft, genesen, PCR) ist dann im Büro, Handel, beim Friseur Pflicht.

"2,5G im Job praxisfern"

"Es macht keinen Sinn, über Maßnahmen nachzudenken, für die es kein Angebot gibt." ÖGB und Wirtschaftskammer üben heftige Kritik an den Regierungsplänen für 2,5G am Arbeitsplatz. Diese seien "praxisfern und in dieser Form nicht durchzusetzen", so die Präsidenten Katzian und Mahrer unisono. Ihnen fehlt die flächendeckende Infrastruktur für die notwendigen PCR-Tests.

Aus für Antigentests

Sie ermöglichen nirgends mehr den Zutritt.

"Alles nutzen, was hilft"

Ärztekammer-Präsident Szekeres findet solche Ansätze gut: "Dann schenken wir den Leuten halt fünf GTI, wenn's was nützt", sagt er zu "Heute". Die Kosten dafür seien "vollkommen irrelevant" im Vergleich zu den Kosten eines weiteren Lockdowns.

"Lockdown reicht nicht"

Dem Onkologen Richard Greil genügt der geplante Lockdown für Ungeimpfte nicht. Er will "wirksame Kontaktbeschränkungen für die Gesamtbevölkerung".

Auf XXL-Weihnachtsfeiern ist ab jetzt Maskenpflicht

Am Mittwoch machte das Gesundheitsministerium die neue "Corona-Novelle" öffentlich. Sie gilt ab Montag. Die Eckpunkte:

➤ Antigen-Wohnzimmertests und Antikörpernachweise gelten nicht mehr als 3G-Nachweis, auch Wohnzimmertests unter Aufsicht (etwa für Freizeiteinrichtungen) nicht mehr.

➤ Bei Weihnachts-, Geburtstagspartys, Hochzeiten ohne fixen Sitzplatz muss man ab 500 Teilnehmern genesen oder geimpft sein. 

➤ Bei betreuten Ferienlagern reicht 3G, auch wenn mehr als 100 Personen dabei sind.

Bildungsminister  Heinz Faßmann
Bildungsminister Heinz Faßmann
Helmut Graf

"Die Maskenpflicht in der Unterstufe kommt nicht"

Was passiert an den Schulen, wenn die Zahlen weiter explodieren? Bildungsminister Faßmann am Mittwoch: Sollte Stufe 3 – die höchste Corona-Risiko-Stufe in den Schulen – erreicht werden, müssen Oberstufenschüler auch im Unterricht Maske tragen. Das Gleiche gilt für Lehrer.

Für Kinder unter 14 Jahren schloss er das aus: Mit ihm werde es "keine Maskenpflicht in der Unterstufe" geben. Die Impfung für unter 12-Jährige sei bereits "am Horizont", dann werde die Situation "höchstwahrscheinlich leichter".

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