Lockdown, Impfungen – Kardinal über Stimmungstief

Kardinal Christoph Schönborn am Dienstag, 03. Nevember 2020, im Rahmen eines Trauergottesdienstes im Stephansdom in Wien.
Kardinal Christoph Schönborn am Dienstag, 03. Nevember 2020, im Rahmen eines Trauergottesdienstes im Stephansdom in Wien.HERBERT NEUBAUER / APA / picturedesk.com
Nach einem hoffnungsvollen Start in das neue Jahr ist jetzt ein Stimmungstief erreicht. Kardinal Schönborn sieht aber auch Lichtblicke in der Zukunft.

"Dieses Jahr wird besser!" Der Bundespräsident hat uns in seiner Neujahrsansprache Mut gemacht. Doch nach den hoffnungsvollen Worten zum neuen Jahr folgt gleich ein Stimmungstief: längerer Lockdown, Uneinigkeit der Politik, Impfungen zu langsam. Die Wirtschaft stöhnt, die Kultur fühlt sich vergessen, die Arbeitslosigkeit steigt. Selten war die Neujahrsfreude so schnell vergangen. Die Stimmung ist im Keller. Wie soll es weitergehen?

"Dieses Jahr wird besser!" Wirklich? Im Bereich Gesundheit ist das wirklich zu hoffen. Die medizinische Forschung hat Großartiges geleistet. Und das Impfen wird in die Gänge kommen. Das ist ein Lichtblick. Wird es auch wirtschaftlich ein besseres Jahr? Hoffen ist immer erlaubt. Aber einfach wird es nicht sein, die Folgen der Corona-Zeit zu überwinden. Und menschlich? Die Erfahrung des schwierigen Jahres 2020 lässt mich hoffen. Denn eines hat uns Corona gelehrt: Wir mussten räumlich auf Abstand gehen. Menschlich sind wir einander nähergekommen. Wir haben erlebt, dass es viel Zusammenhalt gibt, Hilfsbereitschaft, gelebte Nächstenliebe. Und trotz allem: Gottvertrauen! In diesem Sinn kann das Jahr 2021 ein gutes, sogar ein besseres werden.

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