Lockdown-Orakel – jetzt spricht Martin Ho Klartext

Martin Ho.
Martin Ho.
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Star-Gastronom Martin Ho sprach sich im Gespräch mit "Heute"  für eine möglichst rasche Öffnung der Gastronomie aus.

Kürzlich geriet Pratersauna-Betreiber und Chef der Dots-Gruppe Martin Ho in die Schlagzeilen, weil er auf der Website der Wiener Pratersauna das Ende des Lockdowns lange vor der Regierung angekündigt hat. Was sich viele mit der allseits bekannten und gut dokumentierten Nähe Hos zu Bundeskanzler Sebastian Kurz erklärten, erklärt der Gastronom im "Heute"-Interview so: "Wenn man nach Deutschland schaut, war es zu befürchten, dass die Verlängerung bis Ostern kommt".

Grundsätzlich spricht sich Ho für eine verantwortungsvolle und sichere Comeback-Kultur aus, "mit einer zeitlichen Perspektive und kein Warten, ob der Osterhase Geschenke bringt". Auch ein schrittweises Öffnen fände Ho in Ordnung, "wenn es nur endlich mal Planungssicherheit gäbe. Das wäre ein wichtiger Schritt in Richtung Normalität und würde auch den Menschen etwas Aussicht geben. Die Menschen wollen nicht alle nur zum Frisör, sondern auch wieder ausgehen", meint Ho.

Martin Ho in seiner Pratersauna in Wien.
Martin Ho in seiner Pratersauna in Wien.
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"Öffnung nach Ostern bedenkenlos möglich"

Auf die Frage, wann man denn seiner Expertise (oder seinen Informationen) nach mit einer Öffnung rechnen könne, sagt Martin Ho: "Aus heutiger Sicht sollte die Wiedereröffnung nach Ostern bedenkenlos möglich sein. Sie ist gesellschaftlich wichtig. Die Gastronomie ist auch ein sozialer Faktor. Es regt sich zunehmend Unzufriedenheit". Was die Umsetzung betrifft, fordert der Lokalbetreiber die Zulassung von sogegannten "Spucktests" als Möglichkeit zum Reintesten. Und Ho geht es nicht nur um seine Speiselokale – auch die Regeln für das Nachtleben hält er für lockerungsbedürftig.

"Die bisher evaluierten Maßnahmen wären auch für die Nachtgastronomie anwendbar. Sie sind dem Gesundheitsministerium schon lange bekannt. Gemeinsam mit den bestehenden Maßnahmen wie Abstand, Hygiene etc. könnte das Risiko auf ein absolutes Minimum reduziert werden", so Ho. Was braucht es also jetzt? Martin Ho: "Jetzt braucht es schnell wirtschaftliche Hilfspakete, um die neuerliche Durststrecke mit ungewissem Ende zu überleben – sonst wird es für viele Betriebe knapp. In der DOTS Group beschäftigen wir uns aktuell intensiv mit der Sanierung und Optimierung aller Standorte. Sobald es möglich ist, sollen alle Betriebe mit neuem kreativem Input aufsperren."

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Sebastian KurzCoronavirusGastronomie

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