Lockdown-Gefahr steigt! Anschober gegen Öffnungen

Gesundheitsminister Rudolf Anschober.
Gesundheitsminister Rudolf Anschober.apa/picturedesk ("Heute"-Montage)
Noch vor dem Corona-Gipfel am 22. März hat sich Gesundheitsminister Rudolf Anschober gegen weitere Lockerungen festgelegt. Und zwar deutlich.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober ist am Samstag zu Gast im Ö1-Mittagsjournal, das gesamte Interview wird um 12.00 Uhr ausgestrahlt. Doch bereits im Ö1-"Journal um Acht" wurden Ausschnitte aus dem Gespräch veröffentlicht - und die haben es in sich! Denn Anschober spricht sich darin klar gegen Lockerungen in Österreich aus.

"Wir haben derzeit sicher keine Phase, wo es um eine Phase der großen Lockerungen geht", wird der Gesundheitsminister im ORF-Radio zitiert. Angesichts der steigenden Corona-Zahlen und der Situation in den Intensivstationen könne von weiteren Öffnungsschritten im Land nicht die Rede sein. Er hoffe auf Verständnis und Einsicht seitens der Bundesländer. 

"Wir müssen jetzt ganz massiv in den Regionen, die jetzt hauptbetroffen sind, danach trachten, dass wir diese Zuwächse in den Intensivabteilungen möglichst stabilisieren, um hier keine Überforderung, keine Überlastung zuzulassen", so Anschober im Ö1-Morgenjournal.

"Wir müssen handeln"

Von Seiten des Bundeskanzlers Sebastian Kurz (ÖVP) oder der Landeschefs der neun Bundesländer rechnet der Gesundheitsminister jedenfalls nicht mit einem Protest. "Ich gehe davon aus, dass diese Zahlen, die wir da vorlegen müssen, dass die schon überzeugen werden", erklärt Anschober weiter.

Er habe in den letzten Tagen viele Gespräche mit Politikern aus den hauptbetroffenen Regionen geführt und da sei auf jeden Fall die Einsicht dagewesen, "dass wir handeln müssen." Das Ziel sei einmal mehr ein möglichst breit getragenes Vorgehen im Land.

Der nächste Corona-Gipfel der Bundesregierung findet am Montag, 22. März, statt. Kanzler Sebastian Kurz, Gesundheitsminister Rudolf Anschober und Co. setzen sich dabei einmal mehr mit Experten zusammen und bewerten die aktuelle Corona-Lage in Österreich. Angesichts der steigenden Zahlen dürften Lockerungen wohl aber ausgeschlossen werden.

Gefahr vor neuem Lockdown

Die Zahl der Neuinfektionen gibt weitere Öffnungsschritte eher nicht her. So wurden seit Mittwoch stets über 3.000 neue Fälle in 24 Stunden verzeichnet. Alleine am heutigen Samstag waren es mehr als 3.300 Fälle. Offen bleibt die Frage, ob die Regierung die Corona-Regeln wieder verschärft - zumindest regional.

Als eine Option stand zuletzt auch eine mögliche Verlängerung der Osterferien in Diskussion. Auch von einer Home-Office-Pflicht soll von Experten angedacht werden, berichtet die APA. Die Gespräche der Regierung starten erneut mit den Fachleuten, um 11.30 Uhr wird dann die Opposition per Video zugeschaltet. Anschließend (13.00 Uhr) finden die Beratungen mit den Landeschefs statt.

Im Gegensatz zum letzten Gipfel sollen die neun Landeshauptleute diesmal persönlich ins Kanzleramt kommen. Nach den Gesprächen dürfte es laut APA dann eine Pressekonferenz geben, wo die Bevölkerung über das weitere Vorgehen der Regierung informiert wird.

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