Die London Stock Exchange (LSE) beabsichtigt, eine eigenständige Plattform einzurichten, um den Handel mit Wertpapieren nahezu rund um die Uhr zu ermöglichen. Damit reagiert die Börse auf die zunehmende Nachfrage, insbesondere von Privatanlegern.
Wie die Unternehmenschefin Julia Hoggett gegenüber der Financial Times erklärte, könnten ab dem kommenden Jahr auf der neuen Plattform zunächst börsennotierte Fonds (ETFs) auf britische und US-Werte gehandelt werden. Die Öffnungszeiten sollen zwischen 17.00 Uhr und 7.50 Uhr britischer Zeit liegen. Um 6.30 Uhr ist eine halbstündige Pause für die Feststellung und Abrechnung der Schlusskurse geplant.
Wie orf.at berichtet, folgt die LSE mit dieser Initiative einem internationalen Trend. Der Aufstieg von Kryptowährungen, die auf Online-Plattformen durchgehend gehandelt werden, erhöht den Druck auf traditionelle Börsenbetreiber, ihre Handelszeiten auszuweiten.
Börsenprofis sehen die Ausweitung der Handelszeiten allerdings kritisch. Sie warnen davor, dass es in den Nachtstunden aufgrund geringerer Umsätze zu stärkeren Kursschwankungen kommen könnte.